Der (halbe) Wirtschaftsnobelpreis 2009 geht an die Politikwissenschaftlerin Elinor Ostrom. Das gefällt mir. Ihr Buch „Die Verfassung der Allmende“ ist zwar nicht mehr erhältlich, außer in wenigen Antiquariaten und Bibliotheken, aber das wird sich bestimmt bald wieder ändern. Die Aufmerksamkeit durch diese Auszeichnung wird ihren Theorien neue Bekanntheit bescheren.
Die Botschaft lautet: Ja, man kann Allgemeingüter sinnvoll verwalten und nachhaltig nutzen. Bei einer ehrlichen Selbstverpflichtung mit wirkungsvoller Kontrolle ist eine Selbstverwaltung und dauerhafte Nutzung zum Wohle aller möglich; der Raubbau kann (entgegen der ausschließlichen und pessimistischen Sicht von Garrett Hardin) verhindert werden. Einen lesenswerten Artikel über Frau Ostrom fand ich auf der Internet-Seite „sueddeutsche.de“.
Das bestätigt meine Erfahrungen im privaten Umfeld und lässt hoffen auch größere Ressourcen erfolgreich verwalten zu können, wenn wir uns der Problematik und Notwendigkeiten bewusst werden - und dem Wissen öffnen können, dass wir alle Teil des „einzigen Ganzen“ sind. Außerdem sehe ich mich darin bestärkt, dass die „unumstößlichen Wahrheiten“ der klassischen Ökonomen immer wieder überprüft werden dürfen. Eine neue Gesellschaft enthüllt mitunter auch neue Gesetzmäßigkeiten.