Lose Gedanken

29. Oktober 2009

Denken anstatt Fühlen

Gespeichert unter: Denken, Erkenntnis, Kommunikation, MomentGedanke — hjg @ 05:10

Bei einem Gespräch mit einer Freundin ist mir aufgefallen, dass es anscheinend viele Menschen gibt, die Denken und Fühlen als zwei unterschiedliche (teilweise sogar gegensätzliche Vorgänge) verstehen. Mit dieser Definition lassen sich einige meiner Aussagen – auch in diesem Blog - nicht nachvollziehen. Soviel steht fest.   ;-) (mehr…)

20. Juni 2009

Unzuverlässige Briefzustellung

Gespeichert unter: Gesellschaft, Kommunikation — hjg @ 09:06

Seit bald zwei Jahren wohne ich jetzt hier. In dieser Zeit sind nachweislich vier an mich adressierte Briefe nicht angekommen und ich befürchte natürlich die Dunkelziffer ist höher.

Es waren eine förmliche Zustellung vom Amtsgericht dabei (hier ging es um rund 120,- EUR für mich), ein Schreiben von einer Versicherung (hier ging es um rund 2000,- EUR für mich), eine Rechnung vom Physiotherapeuten und eine Karte von einer Freundin (Geburstagskarte).

In meiner letzten Wohnung gab es in der Straße einen Mann der den gleichen Familiennamen trug. Wir mussten uns in rund zwölf Jahren zweimal die Post „gegenseitig zustellen“. Aber jetzt ist das nicht der Fall. Ich habe alle Namensschilder studiert.

Bis auf eine Mahngebühr in Höhe von 6,- EUR und ein paar Telefongebühren sind mir bislang keine finanziellen Nachteile daraus entstanden. Aber ich habe keine Ahnung was ich tun kann um die Zustellung sicherer zu machen. Manchmal wird das Namensschild am Briefkasten gut gelesen (Druckbuchstaben, Laserdrucker, Schriftart: Arial, „Nachname, Vorname“) und manchmal nicht. Die Briefzusteller wechseln, manche sprechen fließend deutsch, andere nicht, gestresst wirken sie alle.

Wohl dem der seinen Briefzusteller persönlich kennt…

30. Mai 2009

Überschriften und andere Fehler

Gespeichert unter: Kommunikation, MannSein, MomentGedanke — hjg @ 15:05

„Deutsche Penisse sind nur Durchschnitt!“, so hieß es auf einer GMX-Meldung. Dass in der heutigen Zeit zu viele Rechtschreibfehler gemacht werden und zuviel Unsinn kopiert wird, ist wohl eine Tatsache mit der wir leben müssen.

Aber mir gefällt der logische Fehler in dieser Aussage (und das ist der Grund warum ich sie auf meinem Blog erwähne): Wenn ich alle deutschen Penisse anspreche, können sie natürlich nur Durchschnitt sein. Wollte ich sie mit etwas vergleichen, zum Beispiel mit den französischen oder dänischen, dann müsste ich das anders formulieren. Vielleicht könnte man auch etwas über die Streuung der gemessenen Größen aussagen oder über die Klassifizierung?

Aber möglicherweise geht es ja auch gar nicht um die Verbreitung von Wissen? Vielleicht will man nur Aufmerksamkeit und bei mir zumindest war das gelungen.   :-)

23. Februar 2008

Kommunikationsprobleme

Gespeichert unter: Denken, Kommunikation, Verhalten — hjg @ 19:02

Kommunikation ist schwer. Sie ist schwer, weil verschiedene Menschen durch verschiedene Erlebnisse (und die Erinnerungen daran) geprägt wurden. Unsere Persönlichkeit hat große Auswirkungen auf unser Wort-Verständnis, unsere Begriffs-Definitionen und auch auf unsere Wort-Wahl. Ich glaube sogar, dass umgekehrt unser Sprachstil wesentlichen Einfluss auf unsere Persönlichkeit hat.

Im großen und ganzen verstehen wir uns, vor allem dann, wenn wir Dinge beschreiben die wir sehen und kennen. Sofern wir sie wirklich nur beschreiben und nicht gleichzeitig bewerten, was an sich schon schwer genug ist. Schwieriger wird es bei der Beschreibung eigener Gefühle, Ansichten und Schlussfolgerungen.

Tatsächlich sind wir uns dieser Vorgänge des Verstehens und Übermittelns auch gar nicht immer bewusst und reagieren völlig unreflektiert (will heißen: im Affekt) auf bestimmte Reizworte und Ansichten.

Ganz schwer ist es, wenn verschiedene Generationen, verschiedene Geschlechter, verschiedene Herkunftsorte oder sogar verschiedene Sprachen aufeinander treffen.

Zugegeben, wir sind gar nicht so verschieden wir wir alle von uns glauben; jeder Mensch hat individuelle Ausprägungen, aber nicht in allen Bereichen, sondern in einzelnen Facetten seiner Persönlichkeit. Aber gerade diese Unterschiede, weil sie sich so selten und unerwartet offenbaren und nur dort wo es um unsere Persönlichkeit geht, stiften Verwirrung und führen zu Miss-Verständnissen. Falsche Deutungen führen oft zu Streitigkeiten und können sogar Kriege auslösen – wenn Sie verstehen was ich meine.

13. Februar 2008

Tratsch und Klatsch für die Gesundheit

Gespeichert unter: Gesundheit, Kommunikation, Verhalten — hjg @ 19:02

Heute hielt ich ein gutes Buch von Cornelia Topf in den Händen. Es geht darin ums „Tratschen“, das jederzeitige, unvermeidbare, ungehemmte, lästernde, befreiende, wissensvermittelnde, entstressende, gesundheitsfördernde, produktivitätssteigernde, therapeutische, verbindende Tratschen. (mehr…)

4. Dezember 2007

Begriffsdefinitionen der Exformation

Gespeichert unter: Gesellschaft, Kommunikation — hjg @ 10:12

Durch Vera F. Birkenbihl, die den Begriff „Exformation“ (nach NØRRETRANDERS) erklärte, ist mir aufgefallen wie häufig es verschiedene Begriffsdeutungen gibt die nebeneinander existieren.

Man könnte unter der Birkenbihlschen Definition der Exformation sowas wie eine kontextbezogene Dechiffrierung der Botschaft unter Berücksichtigung der dem Empfänger bekannten Metainformationen bezeichnen. War doch ein guter Versuch – oder? :-)

Sie beschreibt damit den ergänzenden Kontext den der Empfänger einer Botschaft der eigentlichen Information hinzufügt, also das was die Information umgibt („Exformation: ist das was zwischen den Zeilen steht„). Das interessante an dieser Deutung ist die Tatsache, dass die eigentliche Botschaft nicht im Informationsmedium zu Stande kommt, sondern im Kopf des Empfängers (Artikel).

Stanislaw Lem hat mit der Exformation die teilweise explosionsartige Vermehrung des Wissens verstanden (Artikel).

Der Künster Bernd Schaudinnus meint damit das was wir als wesentlichen Inhalt der Informationsflut für uns herausfiltern (Blog).

Manche meinen damit vielleicht das Gegenteil von Information oder redundantes Beiwerk.

Ich selbst würde es übrigens als der zusammengefallene Rest einer Formation verstehen, hätte ich nicht schon so viele Werke von Frau Birkenbihl gelesen. :-)

Handbücher

Gespeichert unter: Denken, Gesellschaft, Kommunikation — hjg @ 10:12

Kein Mensch liest Handbücher mit über 800 Seiten, weil das unnütze Zeitverschwendung ist. Technische Geräte und Computerprogramme für die Endverbraucher sollten sich so gestalten lassen, dass man die wichtigsten Funktionen sofort intuitiv oder nach einer kurzen Einweisung abrufen kann. Alles andere ist meiner Meinung nach unbrauchbar. (mehr…)

26. November 2007

Beziehungsnetze

Gespeichert unter: Kommunikation, Verhalten — hjg @ 21:11

Wir alle leben in verschiedenen Netzen* aus Beziehungen (Familie, Paarbeziehung, Freundschaft, Beruf). Das Verhalten einzelner Netz-Mitglieder hat Auswirkungen auf das gesamte Gefüge und das (veränderte) Gefüge hat wiederum Auswirkungen auf seine Mitglieder. Die Mitglieder übertragen ihre bekannten Verhaltensmuster auch nach außen, in andere und spätere Beziehungsnetze. Will man die Muster beschreiben und verstehen, so muss man sie im Zusammenhang betrachten. Für das Verständnis sind dann vor allem die sich ergebenden Prozesse und weniger die einzelnen Bestandteile von Interesse. (mehr…)

20. November 2007

Fehlerkopie

Gespeichert unter: Denken, Gesellschaft, Kommunikation — hjg @ 19:11

Immer wieder fällt mir auf, dass das Internet den Informationstransport immens beschleunigt hat. Es sind nicht mehr Nachrichten geworden die verbreitet werden und nicht höherwertige Inhalte. Sie kommen einfach nur schneller an.

Nachrichten werden an viel mehr Stellen veröffentlicht und manche von ihnen noch mit Kommentaren von Hobby-Journalisten versehen. Ein Blog wie dieser ist ein gutes Beispiel dafür.

Was aber auch zunimmt ist die Verbreitung von Fehlern und Falschmeldungen. Ob es falsch zitierte Gerichtsurteile und Vertragsbestimmungen sind, politische Propaganda oder ungeprüfte Weiterleitungen von gefälschten Hilferufen und Verschwörungstheorien.

Professionelle Portale verstehen sich als Vervielfältiger der dpa-Meldungen und sinnfreien Klatschkolumnen oder sie erfinden kurzerhand eigene Trends und natürlich Horoskope. Sie geben auch gerne Tipps zur Lebensberatung.

Eigene Recherchen (außer im Internet) finden eher selten statt, Zeit und Geld darf nicht allzu viel investiert werden, für die InternetBürgerInformation.

Oft berichten die professionellen Medien einfach nur über sich selbst, so wie die Internet-Nutzer auch gleichzeitig wieder Beschreiber ihrer Leserschaft sind.

Mit der neuen Verbreitungsvielfalt nimmt auch die Eigenverantwortung der Informationskonsumenten zu. Wisse was Du liest, es könnten einmal Deine eigenen Gedanken geworden sein!

Präsentationen mit PC

Gespeichert unter: Kommunikation — hjg @ 19:11

Wieder einmal musste ich einen guten Vortrag hören, der leider schlecht präsentiert wurde.

  • Der Redner saß nur vor dem Laptop.
  • Eine Gliederung war nicht erkennbar.
  • Es wurden keine Hilfen gegeben um einen „Roten Faden“ zu finden.
  • Die Bildschirmseiten waren nach drei Metern Entfernung nicht mehr lesbar und enthielten pro Bildschirm-Seite genügend Text und Informationen für ein bis zwei Buchseiten (Eine Handreichung oder Vorbereitung gab es nicht.).
  • Der Vortrag wurde durch überlange Diskussionen unterbrochen. (mehr…)

1. November 2007

Synchronstimmen

Gespeichert unter: Kommunikation, Kunst — hjg @ 15:11

Was haben Uma Thurman, Julianne Moore und die von mir so hochverehrte Nicole Kidman gemeinsam? (mehr…)

31. Oktober 2007

Wortwandel und Sinneswandel

Gespeichert unter: Denken, Kommunikation, Politik — hjg @ 20:10

Heute habe ich beim Auto fahren Radio gehört. Weil ich sonst nur lesend im Stadtbus mitfahre ist das eine echte Abwechslung. Dabei habe ich im kirchlichen Beitrag „SWR3 Gedanken“ von Dr. Peter Kottlorz (Rottenburg, Katholische Kirche) gelernt, dass das Wort Rast in seiner ursprünglichen Bedeutung ein Wegmaß war. Es beschreibt die Strecke, die man bei einer Wanderung zurücklegen kann bis man eine Pause braucht.

Ich finde das interessant. Überhaupt habe ich schon oft von den Gedanken Geistlicher profitiert. (mehr…)

28. Oktober 2007

Katze und Hund

Gespeichert unter: Kommunikation, Natur, Tierwelt, Verhalten — hjg @ 13:10

Für einen Hund ist das Leben kompliziert und wechselhaft. Er muss wissen wo er steht und immer wieder überprüfen wie die Befindlichkeiten seiner „Großfamilie“ sind. Nur ein gut geführtes Rudel sorgt für Nahrung und Nachkommen. Das weiß er genau! Da er ein echtes Naturtalent für das Erspüren von sozialen Dynamiken und deren Störungen oder Krankheiten ist, hat er das aber gut im Griff.

Woher das Futter kommt und warum aus geruchsneutralen Dosen plötzlich Nahrung sprudelt kann er sich nicht so ganz erklären. Er muss nur befürchten, dass er eines Tages selber diese Dosen aufstöbern oder sogar für ein eigenenes Rudel sorgen muss. Das bleibt ihm aber hoffentlich erspart.

Solange er ein Herrchen oder Frauchen hat (Leittier) auf die man sich als guter Hund verlassen kann und die einem genau sagen was zu tun ist, muss er sich keine Sorgen machen. Er braucht nur nach einem guten Grund suchen, warum er trotzdem unersetzlich ist. Schließlich kann er viel besser hören, riechen und (siehe oben) die Störungen erkennen und wiederspiegeln als alle anderen im Rudel. Das sollte doch schon mal was Wert sein?!

Das Leben der Katze ist nicht minder anstrengend. Auch sie hat sehr feine Antennen und weiß um die Probleme und Ängste der Nahrungsversorgung, Leitkultur und dem Finden eines guten Platzes für den Mittagsschlaf, nur mit einem kleinen Unterschied: Ihr ist es egal. Wenn es hier nicht funktioniert findet sie noch einen besseren Platz, da ist sie sich sicher.

27. Oktober 2007

Doublebinds (Doppelbindungstheorie)

Gespeichert unter: Kommunikation, Verhalten — hjg @ 20:10

Unter Doublebinds versteht man eine „paradoxe Kommunikation“. Zum Beispiel werden zwei Aufforderungen zum Handeln gegeben, die sich gegenseitig ausschließen (“Wasch’ mich, aber mach’ mich nicht nass!”). Der Angesprochene kann die an ihn gestellte Aufgabe nicht lösen und weiß nicht was er tun soll um den Anforderungen gerecht zu werden.
Oder verbale und nicht verbale Signale stehen in Widerspruch zueinander, durch das Verhalten oder die Körpersprache wird also der eigentlichen Aussage widersprochen. Der Betroffene muss sich für eine der Deutungen entscheiden, er wird unsicher denn er kann seiner (widersprüchlichen) Wahrnehmung nicht trauen. Am größten wird die Tragik in diesem Dilemma wenn ein Abhängigkeitsverhältnis besteht. (mehr…)

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