Lose Gedanken

11. November 2009

Glücksfaktor

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Ich habe das Buch „Der Glücks-Faktor…“ von Martin E. P. Seligman gelesen und es bekommt eine eindeutige Emfehlung von mir. Nicht nur weil ich jetzt ein schönes von einem guten Leben unterscheiden kann und überzeugt bin, dass auch Menschen ohne sichtbare Glücksgefühle oder Freude eine zufriedenes und schönes Leben führen können, sondern vor allem weil er eine Botschaft hat:
Finden Sie Ihre Talente, entwickeln Sie Ihre Stärken (formen Sie ihren Charakter) und leben Sie danach.

Wie er zu dieser Erkenntnis kommt und was er sonst noch zu erzählen weiß, das will ich ausnahmsweise mal nicht versuchen zusammen zu fassen (lesenswert!).

29. Oktober 2009

Denken anstatt Fühlen

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Bei einem Gespräch mit einer Freundin ist mir aufgefallen, dass es anscheinend viele Menschen gibt, die Denken und Fühlen als zwei unterschiedliche (teilweise sogar gegensätzliche Vorgänge) verstehen. Mit dieser Definition lassen sich einige meiner Aussagen – auch in diesem Blog - nicht nachvollziehen. Soviel steht fest.   ;-) (mehr…)

22. Juni 2009

REBT / REVT („Rational-Emotive Verhaltenstherapie“)

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Kurze Einführung in die „Rational Emotive Behavior Therapy (REBT)“

Die REBT (dt. REVT, „Rational-Emotive Verhaltenstherapie“) ist eine kognitive Verhaltenstherapie, die von Albert Ellis in Amerika begründet wurde. Im Wesentlichen beruht sie auf den folgenden Erkenntnisen:

  • Unsere Emotionen sind die Folge unserer Gedanken. Sie werden im Wesentlichen von uns selbst erzeugt, weil wir die auf uns einwirkenden Ereignisse – gemäß der eigenen Überzeugungen – als gut, schlecht oder neutral bewerten. Sind unsere Überzeugungen irrational, so folgen aus ihnen meistens unangemessene und teilweise dramatische Emotionen.
  • Die gegenwärtigen Probleme beruhen auf unseren gegenwärtigen Ideen und Gewohnheiten, egal wann oder wie diese erworben wurden.
  • Unsere eigene Philosophie kann von uns kritisch hinterfragt und durch Einsicht geändert werden. Sind unsere Überzeugungen und Gewohnheiten irrational und wenig hilfreich, haben wir die Möglichkeit sie durch einen gründlichen Disput und bewusste Verhaltensänderungen zu verbessern (sog. „elegante Lösung“).

Problematisch sind vor allem die sog. „Mussturbationen“, mit denen in der REVT unsere vorbehaltlosen „Soll- und Muss-Vorstellungen“ umschrieben werden. Die drei Haupt-Muss-Vorstellungen, die emotionale Probleme hervorrufen können, (mehr…)

18. Juni 2009

Was ich glaube (Regel, Moral, Vorurteil)

Gespeichert unter: Denken, Erkenntnis — hjg @ 05:06

Wir alle haben Glaubenssätze verinnerlicht. Sie sprechen oft als innere Stimmen zu uns. Es sind selbstformulierte Sätze, abgeleitet aus unseren Wertvorstellungen und Zielen, oder Sätze von anderen, Ermahnungen oder Ratschläge der Eltern, Freunde, Medien usw. Sie können dem gesunden Menschenverstand entsprungen sein, einer Tradition, Religion, Politik, Wissenschaft, Esoterik oder ganz einfach einer Mode.

Manche dieser Sätze kennt man ganz genau. Sie sind laut und rufen uns oft zu. Manche sind weniger bekannt. Sie sind leise und flüstern nur manchmal, sind unverständlich oder unsichtbar. Eines haben alle Glaubenssätze aber gemeinsam: Sie wirken. (mehr…)

15. Juni 2009

Bedeutung des Lebens

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Neulich saß ich bei Freunden und die kleine Tochter (Amelie) gesellte sich zu uns.
Sie erzählte uns von ihrer Puppe, von der Mama, von dem Regen…
Wir sahen sie an, hörten ihr zu, wurden still…

Manchmal, wenn man ganz still geworden ist und einfach nur aufmerksam,
wird einem die wahre Bedeutung des Lebens offenbar,
in den großen, wachsamen und staunenden Augen einer Vierjährigen.

Wohltuende Gedanken

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Ich werde mit Sicherheit noch mehr zur „kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)“ oder der „Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (REVT)“ schreiben. Die wichtigste Botschaft dabei lautet: Gedanken erzeugen Emotionen und Handlungen. Gedanken können, genau wie andere Tätigkeiten, bewusst gewählt, erlernt und verändert werden. Zur Einstimmung hier eine kleine Präsentation zum ausprobieren und reflektieren: Loslassen. (mehr…)

27. Mai 2008

Ein Mann sein (Männerliteratur)

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Auch für mich wurde es Zeit endlich intensiv über die eigene Männlichkeit nachzudenken. Als Hilfestellung habe ich mir fünf Bücher dazu besorgt und ich muss sagen, sie haben mir sehr dabei geholfen. smile_regular
Das erste (und bislang beste) ist von Steve Biddulph und heißt „Männer auf der Suche“. Es zeigt anschaulich warum Söhne, die nicht genügend bevatert wurden, Probleme mit der eigenen Männlichkeit haben. Der Autor wertet Literatur und eigene Erfahrungen als Therapeut aus und berichtet nicht zuletzt von seinen persönlichen Erfahrungen und Problemen als Mann. Außerdem gibt er viele Beispiele aus Initiationsriten und Männererziehung bei Naturvölkern und hat Vorschläge für die eigene Entwicklungsarbeit.

Hier seine „Sieben Schritte zur Männlichkeit“: (mehr…)

23. Februar 2008

Kommunikationsprobleme

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Kommunikation ist schwer. Sie ist schwer, weil verschiedene Menschen durch verschiedene Erlebnisse (und die Erinnerungen daran) geprägt wurden. Unsere Persönlichkeit hat große Auswirkungen auf unser Wort-Verständnis, unsere Begriffs-Definitionen und auch auf unsere Wort-Wahl. Ich glaube sogar, dass umgekehrt unser Sprachstil wesentlichen Einfluss auf unsere Persönlichkeit hat.

Im großen und ganzen verstehen wir uns, vor allem dann, wenn wir Dinge beschreiben die wir sehen und kennen. Sofern wir sie wirklich nur beschreiben und nicht gleichzeitig bewerten, was an sich schon schwer genug ist. Schwieriger wird es bei der Beschreibung eigener Gefühle, Ansichten und Schlussfolgerungen.

Tatsächlich sind wir uns dieser Vorgänge des Verstehens und Übermittelns auch gar nicht immer bewusst und reagieren völlig unreflektiert (will heißen: im Affekt) auf bestimmte Reizworte und Ansichten.

Ganz schwer ist es, wenn verschiedene Generationen, verschiedene Geschlechter, verschiedene Herkunftsorte oder sogar verschiedene Sprachen aufeinander treffen.

Zugegeben, wir sind gar nicht so verschieden wir wir alle von uns glauben; jeder Mensch hat individuelle Ausprägungen, aber nicht in allen Bereichen, sondern in einzelnen Facetten seiner Persönlichkeit. Aber gerade diese Unterschiede, weil sie sich so selten und unerwartet offenbaren und nur dort wo es um unsere Persönlichkeit geht, stiften Verwirrung und führen zu Miss-Verständnissen. Falsche Deutungen führen oft zu Streitigkeiten und können sogar Kriege auslösen – wenn Sie verstehen was ich meine.

4. Dezember 2007

Handbücher

Gespeichert unter: Denken, Gesellschaft, Kommunikation — hjg @ 10:12

Kein Mensch liest Handbücher mit über 800 Seiten, weil das unnütze Zeitverschwendung ist. Technische Geräte und Computerprogramme für die Endverbraucher sollten sich so gestalten lassen, dass man die wichtigsten Funktionen sofort intuitiv oder nach einer kurzen Einweisung abrufen kann. Alles andere ist meiner Meinung nach unbrauchbar. (mehr…)

20. November 2007

Fehlerkopie

Gespeichert unter: Denken, Gesellschaft, Kommunikation — hjg @ 19:11

Immer wieder fällt mir auf, dass das Internet den Informationstransport immens beschleunigt hat. Es sind nicht mehr Nachrichten geworden die verbreitet werden und nicht höherwertige Inhalte. Sie kommen einfach nur schneller an.

Nachrichten werden an viel mehr Stellen veröffentlicht und manche von ihnen noch mit Kommentaren von Hobby-Journalisten versehen. Ein Blog wie dieser ist ein gutes Beispiel dafür.

Was aber auch zunimmt ist die Verbreitung von Fehlern und Falschmeldungen. Ob es falsch zitierte Gerichtsurteile und Vertragsbestimmungen sind, politische Propaganda oder ungeprüfte Weiterleitungen von gefälschten Hilferufen und Verschwörungstheorien.

Professionelle Portale verstehen sich als Vervielfältiger der dpa-Meldungen und sinnfreien Klatschkolumnen oder sie erfinden kurzerhand eigene Trends und natürlich Horoskope. Sie geben auch gerne Tipps zur Lebensberatung.

Eigene Recherchen (außer im Internet) finden eher selten statt, Zeit und Geld darf nicht allzu viel investiert werden, für die InternetBürgerInformation.

Oft berichten die professionellen Medien einfach nur über sich selbst, so wie die Internet-Nutzer auch gleichzeitig wieder Beschreiber ihrer Leserschaft sind.

Mit der neuen Verbreitungsvielfalt nimmt auch die Eigenverantwortung der Informationskonsumenten zu. Wisse was Du liest, es könnten einmal Deine eigenen Gedanken geworden sein!

Persönlichkeit

Gespeichert unter: Denken, Verhalten — hjg @ 18:11

Mein Versuch einer Beschreibung der Persönlichkeitsentwicklung:

  • Wir erhalten Gene von unseren Eltern, vielleicht noch einige Mutationen und den „biologischen Wunsch“ zu Überleben. Das sind unsere unveränderbaren Festlegungen.
  • Wir werden innerhalb festgelegter Zeitfenster geprägt von unserer Mutter, den Eltern, unserer Herkunfsfamilie. Diese Grundmuster lassen sich vermutlich nicht ändern.
  • Wir machen Erfahrungen in unserer Familie und dem sonstigen sozialen Umfeld und bewerten unsere Erlebnisse, und zwar mit zunehmendem Alter selbständiger oder in einem komplexeren Zusammenhang. Das sind veränderbare Vorgänge.
  • Wir leben in einem Sozialen System (Familie, Paarbeziehung, Freundeskreis, Beruf). Hier richten wir uns ein, wie es uns nach den genetischen Grundlagen, Prägungen und Erfahrungen möglich ist und sinnvoll erscheint.

Aus dieser Betrachtung leite ich folgende Überlegungen ab: (mehr…)

17. November 2007

Kurze Anleitung zum Glücklichsein

Gespeichert unter: Denken, Selbstmanagement — hjg @ 11:11
  • Gute Beziehungen zu Freunden und Familie pflegen.
  • Sexuell aktiv bleiben – am besten mit dem selben Partner.
  • Dem Leben einen Sinn geben: durch Kinder, Job, ehrenamtliches Engagement, Glaube…
  • In Erlebnisse investieren anstatt in Besitztümer.
  • Sich von einer Sache ganz und gar fesseln lassen.
  • Anderen öfter eine Freude machen.
  • Dankbarkeit zeigen.
  • Ärgernisse im Alltag nicht zu sehr beachten.
  • Sich auf die schönen Seiten des Lebens konzentrieren und an Kleinigkeiten freuen.

Quelle: Zeitschrift „Mein Ich“ Mai 2007

10. November 2007

Etwas Gutes für einen Freund

Gespeichert unter: Denken, MomentGedanke, Selbstmanagement, Verhalten — hjg @ 15:11

Haben Sie heute schon wohlwollend an Ihren Freund gedacht? Ihm eine Freude gemacht, weil er immer für Sie da ist?

Weil er ihnen zur Seite steht auch wenn es schwierig wird. Weil er sich freut wenn es Ihnen gut geht und er leidet wenn es ihnen schlecht geht. Weil er Ihre Schwächen kennt und akzeptiert, Ihre Stärken kennt und sie ermutigt, sie ohne Vorbehalte liebt, wenn Sie es zulassen.

Vielleicht schauen Sie ihm dafür einfach mit einem freundlichen Lächeln in die Augen, am besten gleich – vor einem Spiegel.

9. November 2007

Depressionen

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Manchmal wird aus dem Grübeln ein Dauerzustand und möglicherweise versteckt sich dahinter eine Depression. Da diese Krankheit viele Menschen betrifft und schon viele Leben gekostet hat muss ich oft darüber nachdenken. Eine Depression kann fast jeden treffen und nicht immer wird sie erkannt und behandelt. Es kommt vor, dass sie im Selbstmord endet.

Die Auslöser für Depressionen sind vielfältig. Sie können bei entsprechender Veranlagung u.U. durch einen Hormonwechsel (Pupertät, Wechseljahre), die Veränderungen der Lebensgewohnheiten (mit dem Rauchen aufhören, sportliche Aktivitäten abrupt beenden) und natürlich durch Schicksaalsschläge ausgelöst werden.

Das fatale ist, dass depressive Menschen sich nicht selbst aufraffen können und auch von außen nur schwer motivierbar sind, um etwas gegen ihre Krankheit zu unternehmen. Sie stecken in ihrem Gefängnis aus trübsinnigen Gedanken fest.

Eine Internet-Seite zum nachlesen: http://www.depressionen-verstehen.de/

3. November 2007

Vorurteile über Partnerschaft

Gespeichert unter: Denken, Verhalten — hjg @ 15:11

Hier meine persönlichen Erfahrungen zu Vorurteilen in Beziehungen:

  • Der Partner muss einem hundertprozentigen Ideal-Bild entsprechen.
  • Wer einem Idealbild nicht entspricht kann dazu gebracht werden.
  • Liebe alleine überwindet alle Hürden.
  • Man kann jemanden lieben, auch wenn man sich selbst nicht liebt.
  • Man kann und sollte immer alles teilen, auch Freunde, Gedanken und Vorlieben.
  • Vor allem der Partner ist für die Freude und den Ärger des anderen verantwortlich.
  • An sich selbst empfundene Defizite kann der Partner ersetzen.
  • Der Partner hat die gleichen Strategien um mit Ärger und Stress umzugehen.

Ich weiß, zwischenmenschliche Beziehungen sind ein schwieriges Thema. Aber sie bereichern unser Leben ungemein und sind deshalb fast jede Mühe wert. :-)

Vorurteile über Männer und Menschen

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Männer neigen viel eher zur Untreue als Frauen. Männer haben ein geringeres Einfühlungsvermögen als Frauen und heterosexuelle Männer können keine Wohnung einrichten.

Das sind typische Beispiele für allgemein akzeptierte Vorurteile. Schön daran ist, dass es manchmal exakt zutrifft. Tragisch daran ist, dass es oft überhaupt nicht stimmt. (mehr…)

Erinnerungslücken

Gespeichert unter: Denken — hjg @ 10:11

Einmal hatte ich, im Zusammenhang mit der Aufnahme einer größeren Menge Alkohol, eine Gedächtnisstörung. Das ist nichts Neues und bestimmt hat es der ein oder andere auch schon erlebt (nicht nachahmenswert).

Das besondere an dieser Lücke war, dass ich morgens mit Schmerzen in den Knien aufwachte und mich absolut nicht erinnern konnte woher die stammen könnten. Denn – und das ist das bemerkenswerte – ich wusste noch genau und „lückenlos“ wie ich am Abend nach der Sause nach Hause gegangen bin, konnte mich an den Heimweg erinnern und war mir sicher keine Stürze oder ähnliches erlebt zu haben. (mehr…)

Einsamkeit überwinden

Gespeichert unter: Denken, Selbstmanagement, Verhalten — hjg @ 09:11

Neulich hat mich ein Freund gefragt, wie er seine Einsamkeit überwinden könne. Er hoffte von mir einige Tipps zur Freizeitgestaltung und evtl. auch die ein oder andere wirksame „Flirtmasche“ kennen zu lernen (von mir?!).

Vielleicht wollte er auch nur auf sehr subtile Hinweise auf mein „Einsiedlerdasein“ und meine ersten „Verwahrlosungstendenzen“ hinweisen. :-)

Da ich mich aus gegebenem Anlass damit beschäftige konnte ich natürlich die ersten Hinweise geben. Die Hausaufgaben machen wir beide dann aber schön selber: (mehr…)

1. November 2007

Joachim Bublath

Gespeichert unter: Denken, Gesellschaft, Verhalten — hjg @ 09:11

Was ich gestern noch im Radio erfahren hatte, war der Eklat in einer Fernseh-Talk-Show. In der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ zum Thema Ufos verließ Joachim Bublath das Studio, weil er mit Nina Hagen nicht einig werden konnte. Wenn ich das richtig verstanden habe ging es in der Hauptsache um Ninas Erfahrungen mit außerirdischen Lichtwesen. Die haben wohl nicht so richtig in sein Weltbild gepasst. Und nach den Mitschnitten im Radio zu urteilen, war die Frau Hagen dann auch ein wenig trotzig geworden.

Ja, der Bublath, Macher der erfolgreichen „Knoff-Hoff-Show“. Der Frank Elstner der Physik, der mit einer tollen Jazz-Studio-Band einer charmanten Co-Moderatorin, interessanten Versuchsaufbauten und seinen Kommentaren, vermittelt mit dem Charme eines altsprachlichen Oberlehrers, dem Publikum die Ehrfurcht vor der Pysik vermittelte. Mir hat das immer sehr gefallen!

Zugegeben, außerhalb der Musik-Szene stelle ich mir eine Übereinkunft mit Frau Hagen schwer vor. Ihre Auftreten ist schrill, ihre Ansichten sind schräg. (mehr…)

31. Oktober 2007

Wortwandel und Sinneswandel

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Heute habe ich beim Auto fahren Radio gehört. Weil ich sonst nur lesend im Stadtbus mitfahre ist das eine echte Abwechslung. Dabei habe ich im kirchlichen Beitrag „SWR3 Gedanken“ von Dr. Peter Kottlorz (Rottenburg, Katholische Kirche) gelernt, dass das Wort Rast in seiner ursprünglichen Bedeutung ein Wegmaß war. Es beschreibt die Strecke, die man bei einer Wanderung zurücklegen kann bis man eine Pause braucht.

Ich finde das interessant. Überhaupt habe ich schon oft von den Gedanken Geistlicher profitiert. (mehr…)

29. Oktober 2007

Heimatgefühle

Gespeichert unter: Denken, Erkenntnis, Verhalten — hjg @ 20:10

Was bezeichnet der Mensch als Heimat?
Dort wo er geboren und aufgewachsen ist?
Dort wo seine Freunde oder seine Familie leben?
Dort wo ihn nostalgische Tagträume hinführen?
Da wo die Natur so ist wie er sie am liebsten hat?

Vor kurzem bin ich umgezogen: neue Wohnung, neue Arbeit und noch keine Freunde im privaten Umfeld. Das ist eine spannende Zeit („Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, H. Hesse), aber sie hat auch einsame Stunden.

Zeiten für einen Blog oder einen schlechten Film im Fernsehen? :-)

Ich fühle hier noch keine Heimat und bin wahrscheinlich auch noch nicht mal richig angekommen.

Nach meiner Theorie ist Heimat ist vor allem ein Gefühl, ein innerer Gleichklang mit dem Umfeld, hervorgerufen durch ein Stück vertraute Umgebung, liebgewonnene Rituale und vor allem den Menschen.

Als meine Nachbarin am Samstagmorgen, vom Balkon zu mir herüber gelächelt hat und mich grüßte, war es das erste Mal, dass ich nicht anonym aus dem Haus gegangen bin. Es gab jemanden der mich zuordnen konnte. In mir keimte das Gefühl auf, dass ich wieder einen Platz finden werde an einem neuen Ort und einer vertrauten Gemeinschaft.

28. Oktober 2007

Zweimal Nachdenken

Gespeichert unter: Denken, Verhalten — hjg @ 13:10

Wenn ich auf die Toilette in einem Restaurant gehe (naja, meistens Schnellrestaurant) und mir ein bestimmtes Pinkelbecken aussuche oder eine Kabine, dann tue ich das nicht zufällig. Ich denke vorher einen Moment nach.

Ich überlege wo ich möglichst ungestört bin und ich will auch nicht dorthin gehen wo alle hingehen. Das kann schwierig sein, weil es sich möglicherweise widerspricht. Einen sauberen Eindruck muss es machen und schnell muss die Lösung gefunden werden. Schließlich bin ich von einem unaufschiebbaren Bedürfnis höherer Ordnung hierher geführt worden. Die Intuition entscheidet. :-)

Frustriert (aber erleichtert) denke ich nachher nochmal nach. Dort wo es angenehm ist und man sich ungestört wähnt gehen alle hin. Warum sollten die anderen auch Dümmer sein als ich? Nur ungestörter und sauberer wird es dadurch natürlich nicht.

Lesen Sie auch meinen Blog-Eintrag Falschgeld, bei dem es eigentlich um die gleiche Problematik geht.

Wer solche und andere Überlegungen von der volkswirtschaftlichen Seite her betrachten will sollte sich mit den Begriffen „Rationalitätenfalle“ und „Konkurrenzparadoxon“ beschäftigen. Vielleicht lesen sie auch mal das Taschenbuch „Der Alltagsökonom“ oder das Buch „Der Sonntagsökonom“?

27. Oktober 2007

Intuition

Gespeichert unter: Denken — hjg @ 20:10

Manchmal frage ich mich was eigentlich besser ist: Die bewusste und durchdachte gar wissenschaftliche Denkarbeit oder das spontane unreflektierte Bauchgefühl, das mir sagt was richtig oder falsch ist.

Wie mein Freund Richard immer zu sagen pflegt: „Wer lesen kann ist ganz klar im Vorteil“. Ich habe nämlich genau das Buch gefunden, das mir die fehlenden Puzzle-Teile meiner „Denk-Modell-Beurteilungsbeschäftigung“ liefern konnte. „Blink! (mehr…)

Intelligenz

Gespeichert unter: Denken — hjg @ 19:10

Früher war es einfach, da wusste man ziemlich genau was unter Intelligenz zu verstehen ist. Heute ist das anders, da wo einfachste Hausgeräte „intelligent“ sind (wenn auch nur in der Werbung) und auch der Mensch über viele verschiedene Intelligenzen verfügt, da kann man schon mal den Überblick verlieren.

Aber das genau das weiß man in der Marketing-Abteilung. Und das nenne ich Intelligenz.

Wie hat schon mal einer gesagt?
„Das schöne an der Schlauheit ist, dass man sich immer noch Dumm stellen kann. Umgekehrt ist das schon schwerer!“

Was wir über uns denken

Gespeichert unter: Denken, Gesellschaft — hjg @ 19:10

Ich habe den Eindruck zur Zeit ist es wieder mal modern den Menschen und sein Denken als eine Maschine zu betrachten. Man munkelt diese Maschine sei so komplex, dass sie sich sogar selber vorgaukelt sie habe ein Ich. Was aber natürlich ein Irrtum sei.

Zugegeben, seit Descartes haben wir schon viel dazu gelernt und  unsere Vorstellungen davon welche Maschinen es geben könnte sind enorm gewachsen und geben Hoffnung solche Maschinen eines Tages sogar selbst zu produzieren.

Aber wenn die Mensch-Maschine auch noch so ausgeklügelt ist, sich selbst reproduzieren kann, virtuelle Modelle entwerfen und unglaublich viele Arten der Kommunikation geschaffen hat, so hat sie sich letztlich doch nicht selbst geschaffen und das lässt Raum für viele Vermutungen und Ansätze.

Mich lässt das vermuten, dass es noch mehr gibt. Vielleicht doch noch ein Alpha und ein Omega? Zumindest scheint es mir eine Ordnung zu geben der wir alle folgen.

Wenn ich mich nicht irre konnte man diese oder ähnliche Gedanken auch schon bei den Borg erahnen und spätestens als ich Alice Krige im Leder-Outfit sah wusste ich: Es ist alles möglich!   :-)

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