Heute hielt ich ein gutes Buch von Cornelia Topf in den Händen. Es geht darin ums „Tratschen“, das jederzeitige, unvermeidbare, ungehemmte, lästernde, befreiende, wissensvermittelnde, entstressende, gesundheitsfördernde, produktivitätssteigernde, therapeutische, verbindende Tratschen.
Sie beschreibt eindrucksvoll warum es gut ist und wie man es am besten macht, vor allem aber, welche positiven Auswirkungen es auf die Arbeitswelt und die Gesundheit der Mitarbeiter hat. Die aufgeführten Umfragen und Untersuchungen zum Thema haben mich beeindruckt. Einiges davon findet man auch beim „googeln“ schon heraus.
Mein Appell für heute lautet daher: Tratschen, quatschen und lästern Sie ab sofort und zwar immer in dem Moment und an der Stelle, wo Sie es am Nötigsten brauchen, nicht erst abends in der Kneipe oder beim Sport!
Wer keine „Klatschbase“ zur Verfügung hat, sollte sich schnellstmöglich eine suchen. Klatschen geht übrigens auch per E-Mail. Wer es gerne neudeutsch maskieren will, der darf auch „Networken“ dazu sagen.
Hier noch die wichtigsten Regeln für guten Tratsch (und andere Gespräche):
- Tratschen heißt Reden und Zuhören
- man muss beim Tratschen nichts Gehässiges über Andere sagen
(Unterschied zwischen eigener Bewertung und neutraler Beschreibung beachten!) - ein guter Tratsch kann auch in kurzer Zeit gelingen
- es ist nicht verboten intelligente Gespräche zu führen
- wichtig ist, dass man sich hinterher besser fühlt.
