Christ: Wer ein Christ ist, der glaubt daran, dass Gottes Sohn geboren wurde und feiert das mit einem wirklich heiligen Fest. Meines Wissens ist das der einzige Sinn dieses Festes. Wer nicht mehr so ganz genau weiß wer mit Gottes Sohn gemeint ist, der liest zum Einstieg einfach sein Glaubensbekenntnis durch (http://www.amen-online.de/bekenntnis/glaube/apostolicum.html).
Ich persönlich halte Jesus übrigens für den größen „Revoluzzer“ seit Einführung des Monotheismus und meine das im positiven Sinne.
Bürger: Wer es sich leisten kann, der kauft sich einen schönen großen Weihnachtsbaum (gemäß der Wohnraumhöhe), trägt in der Kirche beste Kleidung und verzehrt ein Mehr-Gänge-Menü mit seiner Familie. An diesen Tagen darf er zeigen welche materiellen und gesellschaftlichen Erfolge in diesem Jahr errungen wurden und wie kultiviert sich ein Mensch benehmen kann, auch wenn er nicht aus adeliger Abstammung ist.
Konsument: Wer will und kann, der darf anlässlich dieses Festes mal so richtig schön im Konsum schwelgen. Essen, Trinken, Schenken und vor allem Kaufen ist das Gebot der Stunde. Kein schlechtes Gewissen (ob der eigenen Ausgaben angesichts der Armut in der Welt), das man nicht mit ein paar Spenden und wohlmeinenden Bekenntnissen beruhigen könnte. Jetzt darf man endlich zeigen, dass man up to date ist und die neusten Produkte der glitzernden Coca-Cola-Farben-Welt besitzt.
Die Hardcore-Variante ist das sinnfreie Tragen roter Zipfelmützen mit Beleuchtung und das Verschenken der Weihnachtserscheinungstermin-CDs von längst tot geglaubten Schlagersängern.