Verfasst von: hjg Am: 21. Juni 2011
Beim Charity-Lauf „Run for children“ in Mainz liefen 2011 rund 2.500 Läufer und erwirtschafteten damit 153.460 EUR Spendengelder.
Beim „JP-Morgan-Lauf“ in Frankfurt schafften 68.454 Läufer gerade mal 246.500 EUR für einen guten Zweck.
Die Größe einer Veranstaltung sagt anscheinend nichts über ihre Charity-Effizienz aus.
Verfasst von: hjg Am: 16. Mai 2011
Eine einfache Möglichkeit unter dem Computer-Betriebssystem Windows (ab Windows 2000) in Texten Unicode-Sonderzeichen auf der normalen Tastatur einzugeben ist die Verwendung des Nummernblocks (auch Zehnerblock, NumPad, Num-Block genannt).
Es wird die Alternate-Taste gehalten und dann eine Dezimalzahl über den Ziffernblock eingegeben (Beispiel: Alt + 365 = ŭ). Beim Loslassen der Alt-Taste erscheint das Zeichen.
Man nennt dieses Eingabeverfahren auch „Alt-Numpad-Eingabemethode“ bzw. spricht vom „Alt-Code“. Es funktioniert in sog. RichEdit-Feldern, sollte demnach mit jeder Windows-Textverarbeitung funktionieren die auch das Rich-Text-Format unterstützt und einen Zeichensatz verwendet der das Unicode-Zeichen korrekt darstellen kann.
Am einfachsten probiert man das Programm „Wordpad“. Es sollte mit „Microsoft Office für Windows“ und ähnlichen Produkten ebenso funktionieren (nicht OpenOffice!).
Hier eine Auflistung der Sonderzeichen für die Plansprache Esperanto
|
Tastenkombination: Alt + |
Code |
|
| Großes C mit Zirkumflex |
Ĉ |
264 |
| Kleines c mit Zirkumflex |
ĉ |
265 |
| Großes G mit Zirkumflex |
Ĝ |
284 |
| Kleines g mit Zirkumflex |
ĝ |
285 |
| Großes H mit Zirkumflex |
Ĥ |
292 |
| Kleines h mit Zirkumflex |
ĥ |
293 |
| Großes J mit Zirkumflex |
Ĵ |
308 |
| Kleines j mit Zirkumflex |
ĵ |
309 |
| Großes S mit Zirkumflex |
Ŝ |
348 |
| Kleines s mit Zirkumflex |
ŝ |
349 |
| Großes U mit Breve |
Ŭ |
364 |
| Kleines u mit Breve |
ŭ |
365 |
Natürlich ist es auch möglich mit der Menü-Funktion „Bearbeiten / Ersetzen“ einen Text zu überarbeiten der eine Umschreibung der Sonderzeichen mit dem Buchstaben „x“ (o.ä.) verwendet (z.B.: „sxi“ ersetzen mit „ŝi“).
Komfortabler ist die Nutzung eines Makros. Hier der Ausschnitt eines aufgezeichneten Makros aus Microsoft Office Word 2003. Der Befehl „ChrW (dez)“ verwendet dabei die o.g. Codes um das jeweilige Zeichen darzustellen:
Sub test()
‘
‘ EsperantoSonderzeichen Makro
‘
Selection.Find.ClearFormatting
Selection.Find.Replacement.ClearFormatting
With Selection.Find
.Text = „Cx“
.Replacement.Text = ChrW(264)
.Forward = True
.Wrap = wdFindContinue
.Format = False
.MatchCase = True
.MatchWholeWord = False
.MatchWildcards = False
.MatchSoundsLike = False
.MatchAllWordForms = False
End With
Selection.Find.Execute Replace:=wdReplaceAll
With Selection.Find
.Text = „cx“
.Replacement.Text = ChrW(265)
.Forward = True […]
Die Auflistung der Sonderzeichen wurde den folgenden Internet-Seiten entnommen:
http://unicode.e-workers.de
http://unicode.e-workers.de/breve.php
http://unicode.e-workers.de/zirkumflex.php
Hier noch weitere Möglichkeiten (Hilfsprogramme) zur Verwendung der Sonderzeichen unter Microsoft Windows.
http://www.esperanto.mv.ru/Ek/index.html
(geänderter Tastaturtreiber)
http://www.esperanto.mv.ru/Ek/
(Umwandlungsprogramm)
Verfasst von: hjg Am: 15. März 2011
Ich bin ein großer Fan von richtungweisender Technologie und dem ungebremsten Streben des Menschen nach neuen Errungenschaften - und ich denke viel nach über Mensch, Gesellschaft und Wirtschaft.
Zur Energiegewinnung durch Atomkraft habe ich eine – meine ganz persönliche - Meinung: Ich bin dagegen. Obwohl ich sie für beherrschbar und verantwortbar halte, vielleicht sogar für notwendig, bin ich gegen die Nutzung der Atomenergie zur Energie-Erzeugung.
Nicht alles was technisch machbar ist, kann von einer menschlichen Gesellschaft beherrscht werden. Warum das so ist, darüber könnte ich sehr lange Artikel schreiben. Es sind viele verschiedene Einflüsse denkbar. Es ist ein enges und sich gegenseitig beeinflussendes System aus Schicksal und geplanten Handlungen. Letztlich laufen aber alle Entscheidungen und alle Risikobetrachtungen in einem Punkt zusammen.
Es ist der Mensch der entscheidet, der hofft und plant, der Fehler begeht und wieder gut macht, der zerstört und wieder aufbaut.
Nur diesen einen Charakterzug, der immer wieder zu den durch Menschen verursachten Fehlern führt, will ich herausgreifen, weil er mir täglich begegnet: Wir neigen dazu Risiken geringer einzuschätzen, wenn wir ihre Auswirkungen nicht oder nur selten erleben.
Wir bleiben gelassen solange Alles gut geht. Der Mensch ist von Natur aus optimistisch und wird deswegen nach einer Zeit ganz sicher nachlässig bei der Vorsorge und der Kontrolle. Es ist uns einfach nicht zu trauen.
Katastrophen sind immer nur eine Weile für uns präsent und danach vergessen wir sie bald wieder und denken nach vorne. Das ist eine unserer besten Eigenschaften im Überlebenskampf gegen die Natur. Unbrauchbar ist diese Eigenschaft, wenn wir die Macht haben eine Katastrophe zu verursachen, wenn ein kleines Versehen einen unbehebbaren Schaden anrichten kann.
Oder anders und vor allem kürzer formuliert: Weil wir alle Menschen sind, die manchmal unachtsam und manchmal unverantwortlich handeln, sollten wir besser nicht mit gefährlichen Sachen umgehen.
Verfasst von: hjg Am: 28. Februar 2011
Gerade habe ich das Buch „Es ist nie zu spät eine glückliche Kindheit zu haben“ von Ben Furman zu Ende gelesen. Auch wenn er den Ausspruch nicht erfunden hat, sondern auf einem Motorrad-Aufkleber las, hat er zur Popularität des “Konzepts“ sicher viel beigetragen. In seinem Buch stützt er sich vor allem auf die Aussagen von Betroffenen und beleuchtet was ihnen Hilfe und Hoffnung gab.
Man kann einiges von dem was man versäumte nachholen und man darf dem vermissten (eine gewisse Zeit) nachtrauern, aber sollte keinesfalls meinen, man ist ein schlechterer Mensch oder lebenslanges Unglück sei vorherbestimmt, weil man eine schwierige Kindheit hatte. Stattdessen sollte man die Aufmerksamkeit auf die eigenen Stärken und Strategien richten. Das ist bei mir als Kernaussage angekommen.
Ein paar Lieblingsstellen von mir:
„Beim Lesen entwicklungspsychologischer Literatur, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass ein Kind eine ideale Mutter, einen immer anwesenden Vater und mindestens eine Schwester oder einen Bruder haben muss, um sich geistig zu einem gesunden Individuum entwickeln zu können. Woher stammt so ein unmöglicher Mythos?“ (S. 21)
„Es gibt viele Wege, seine vergangenen Erlebnisse besser verstehen zu lernen. Wir können lesen, hören, was Fachleute zu sagen haben, selbst nachdenken oder mit anderen Menschen reden, die Ähnliches erlebt haben.“ (S. 38)
„Langsam erkenne ich, dass meine Eltern auch nur unreife Blagen waren. Wer bin ich, um sie zu verurteilen. Ich merke bei Ihnen keinerlei Entwicklung, obwohl sie schon über das mittlere Alter hinaus sind. Für mich ist es nur ein wunderbares Gefühl, dass ihre Probleme nicht mehr meine sind.“ (S. 42)
„Wenn das Kind merkt, dass seine eigenen Lösungen geschätzt werden, fängt es an, sich selbst zu schätzen und ist eher stolz über die eigenen Lösungen als unglücklich, zum Opfer geworden zu sein.“ (S. 50)
„Ich bin wie ein alter Korb voller Teppichwebknäuel. Ein Teil der Knäuel ist fest zusammengerollt, manche sind lose, manche nachlässig gerollt. Ich betrachte diese Knäuel mit den Augen meiner Seele, ich wickele sie ab und wickele sie wieder zusammen, und aus manchen habe ich schon einen neuen Teppich für einen anderen Zweck gewebt.“ (S. 74)
Beispiele dafür, was anderen Menschen geholfen hat ihre Kindheitserlebnisse zu bewältigen:
Zum Schluss des Buches sind die wesentlichen Punkte noch mal zusammengefasst (S. 99):
„Schätze es, wie Du Schwierigkeiten in Deinem Leben überwunden hast.
Siehe Probleme, die Dir begegnet sind, als Prüfsteine, die Dich als Mensch weitergebracht haben.
Merke Dir die Ressourcen die in Dir und um Dich sind; es gibt mehr davon als Du ahnst.
Schätze Deine Entwicklung und Deine Erfolge und richte Deine Aufmerksamkeit auf Zeichen, die dafür sprechen, dass Du auf dem richtigen Weg bist.
Sei Dir bewusst, was Du vom Leben erwartest und Dir von der Zukunft wünschst. Wünsche haben die Neigung wahr zu werden, aber kein Wind ist günstig für ein Schiff, das kein Ziel hat.
Glaube daran, dass Du eine gute Zukunft verdient hast. Wenn die Vergangenheit schwer war, um so eher hast Du sie [die gute Zukunft] verdient.
Sei barmherzig mit Dir selbst und denke daran, Du bist nicht allein: Es lohnt sich die Senfkörner zu suchen, auch wenn man sie nicht findet [nimmt Bezug auf ein Gleichnis von Seite 34 des Buches, das hier nachgelesen werden kann].“
Ich mag das kleine Buch, trotz einiger Rechtschreibfehler in der deutschen Übersetzung und ohne mit allem einverstanden zu sein was er sagt, weil sein Buch Mut macht und erklärt, dass Menschen auch unbeschadet ohne Vater oder Mutter aufwachsen können und Menschen mit schwieriger Kindheit gesunde Erwachsene sein (oder werden) können (lesenswert!).
Verfasst von: hjg Am: 16. Februar 2011
Heute bei Yahoo aufgeschnappt:
Ein irakischer Informant hat höchstwahrscheinlich geschummelt und so einen Krieg gerechtfertigt der großes Leid über viele unschuldige Menschen gebracht hat.
Herr zu Guttenberg hat geschummelt und einen Doktortitel nebst “summa cum laude“ errungen, was sicherlich förderlich für seine Karriere war.
Ich überlege gerade wann ich das letzte Mal geschummelt habe oder warum gerade nicht.
Verfasst von: hjg Am: 12. Februar 2011
Es passiert mir immer wieder, dass ich gut gemeinte Hinweise und Warnungen erhalte, Aufrufe zum Spenden von Stammzellen, die Suche eines neuen Zuhauses für junge Welpen oder für einige Millionen Dollar aus dem Ausland.
Ich frage mich dann, warum kann der Mensch auf so etwas hereinfallen?
Immer wenn es sehr emotional wird, dann setzt vermutlich das Denken für einen Moment aus – Zeit genug einen weiteren Kettenbrief in Form einer Mail verschickt zu haben.
Gleich im Anschluss folgt dann in der Regel noch eine Erklärung, durch einen der Menschen der auf der langen Verteilerliste steht und es besser weiß, natürlich schreibt er dann an alle im gleichen Verteiler. Meistens kommt dann noch die Entschuldigung des Erst-Versenders, wieder an alle Adressen im Verteiler.
Damit ist der Kettenbrief gleich mehrfach an die genervten Freunde gegangen und wurde noch vor der Aufklärung schon von der einen oder anderen Person weiter vermittelt.
Alle paar Jahre erscheinen wieder die gleichen Nachrichten, die gleichen Warnungen und anschließenden Entschuldigungen.
Hier meine gut gemeinten Hinweise:
Diese Liste ist unvollständig. Bitte bleiben Sie immer skeptisch oder wenigstens neugierig und forschen sie z.B. mit einer Suchmaschine im Internet nach - bevor sie Geld bezahlen oder Kettenbriefe weiter verbreiten.
Verfasst von: hjg Am: 31. Dezember 2010
Einfach mal so zum anklicken einige meiner Lieblingsgruppen für Improvisationstheater (höchst subjektive und absolut unvollständige Aufzählung!):
Verfasst von: hjg Am: 28. November 2010
WikiLeaks hat veröffentlicht was manche Amerikaner über manche Politiker denken. Menschen aus dem amerikanischen Politik-Business schrieben u.a. über Menschen aus dem deutschen Politik-Business und Bundesbürger lesen mit.
Das Ganze wurde schnellstmöglich – gekennzeichnet mit dem Prädikat „peinlich, wichtig und geheim“ – von großen Zeitungen, dem Fernsehen und natürlich der Internetgemeinde aufgegriffen und weiter publiziert.
Jetzt haben wir den Salat:
Deutsche denken derzeit darüber nach, ob das was dort über deutsche Politiker steht auch zutreffen könnte. Normale Menschen denken an ihre Politiker und deren politische Entscheidungen.
Ich wünschte mir sie würden das öfter tun.
Ein paar schöne Artikel fand ich auf den Internet-Seiten der Süddeutschen (www.sueddeutsche.de).
Verfasst von: hjg Am: 27. November 2010
Jetzt habe ich ein Zertifikat als Vorleser. Damit kann ich mich bei Grundschulen und Kindergärten bewerben, um den Kindern vorzulesen und Geschichten zu erzählen. Anders als in Bayern habe ich das Zertifikat ohne ein polizeiliches Führungszeugnis bekommen.
Es war eine schöne Veranstaltung (des Bistums Mainz). Wir haben viel gelernt und hatten einen guten Austausch.
Obwohl es auch gemischte Vorlese-Seminare gibt, hatte ich mich für eine reine Männergruppe entschieden. Weil das wohl etwas exotisch ist, hat der Südwestfunk einen Rundfunkbeitrag zu unserer Veranstaltung gemacht.
Wir haben Techniken über das Vorlesen gelernt und uns gegenseitig zugehört.
Wir haben ein Kinderbuch gelesen, das so schlecht ist, dass man es verbieten sollte, trotzdem seine Autorin andere Werke (keine Kinderbücher) auf den Bestseller-Listen hat. In unserer Gruppenarbeit waren wir uns da schnell einig.
Wir haben von unseren Erfahrungen berichtet, wenn man sich irgendwo um einen ehrenamtliche Vorlesepatenschaft bemüht und zunächst auf Ablehnung oder sogar Misstrauen trifft.
Wir haben offen und kritisch diskutiert und gelacht und uns in unserem Vorhaben bestärkt.
Verfasst von: hjg Am: 18. Oktober 2010
Gefunden habe ich das einleuchtende Beispiel auf der Seite der (oder des) Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Zürich (http://www.stadt-zuerich.ch). Es wurden zwei Werbe-Plakate von Burger beispielhaft zur Schau gestellt.
Dieses hier wurde unter die Rubrik sexistisch gestellt, denn die Frau bedeckt schamvoll ihre Blöße (während der Mann aktiv ist):
Dieses Plakat gilt als nicht-sexistisch, denn der Mann bleibt lässig (trotz des souveränen Griffes an seine Eier):
Verfasst von: hjg Am: 4. Oktober 2010
Im Internet findet man häufig die 16 Lebensmotive nach Steven Reiss, als Beispiel für die Klassifizierung von menschlichen Motiven; insbesondere im Zusammenhang mit Coaching und Unternehmensberatung werden sie öfter zitiert. Das Konzept basiert auf statistischen Auswertungen und wird wegen fehlender Überprüfbarkeit gelegentlich in der Fachwelt kritisiert.
Mir persönlich gefällt das Modell von Werner Correll besser, weil es grundsätzlich dynamisch ist, leichter zu handhaben und nicht zuletzt, weil ich mich selbst direkt einordnen konnte. Gelesen habe ich darüber in seinem Buch „Menschen durchschauen und richtig behandeln“.
Correll geht von fünf Grundmotiven aus:
Es gibt eine Hierarchie dieser Motive entsprechend ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit. Ein wichtiges Motiv das längere Zeit unberücksichtigt blieb, beeinflusst das Denken und Handeln umso stärker. Sobald ein Grundbedürfnis erfüllt wurde fällt es in der Dringlichkeit zugunsten eines anderen zurück.
In einer Gruppensituation stehen zunächst andere Motive im Vordergrund als bei einer Einzelsituation. Insgesamt werden die Motive durch zivilisatorische und kulturelle Gegebenheiten beeinflusst.
Immer wieder wird es ein neues dringliches Motiv geben das befriedigt werden möchte und uns antreibt. Eine dauerhafte Zufriedenheit kann demzufolge nie erreicht werden.
Meine exkursive Schlussfolgerung lautet:
Auch wenn die Erkenntnis des eigentlich unstillbaren Verlangens menschlicher Bedürfnisse, zu Pessimismus oder Resignation verleiten könnte, erwächst in meinen Augen genau daraus unsere Flexibilität und Schöpferkraft.
Letztlich ist es ein Ansporn und ein Training, um unser Überleben in einer unbequemen, sich fortwährend ändernden Umwelt zu sichern.
Der Mensch der sich seiner Motive bewusst ist und ihnen folgt, kann sich nicht auf Erreichtem ausruhen, sondern wird immer nach neuen Wegen suchen, um sein jeweiliges Hauptmotiv in der gerade vorliegenden Situation zu erfüllen. Für mich ist es deshalb auch ein Beispiel für die Prozessualität unserer Welt.
Verfasst von: hjg Am: 3. Oktober 2010
Weil die Vorgehensweise von Frau Katie Byron (bzw. Byron Katie) so schön in das Konzept der Rational Emotiven Verhaltenstherapie (REVT) passt, über die ich in diesem Blog schon geschrieben hatte und weil ich sie für hilfreich und einfach durchzuführen halte, möchte ich das Grundkonzept aus „The Work“ kurz ansprechen.
Soweit ich weiß, steht das Wesentliche dazu in dem Buch „Lieben was ist“, das ich allerdings nicht gelesen habe. Ich stütze mich auf Aussagen von Freunden (Danke Corina) und einem Auszug den es dazu im Internet zu finden gab: http://www.thework.com/downloads/little_book/German_LB.pdf
Um einen Gedanken zu hinterfragen, der uns stresst und belastet, schlägt die Autorin ein festes Schema vor, das schriftlich abgearbeitet wird. Zuerst werden vier Fragen gestellt, anschließend wird der Gedanke auf verschiedene Arten umgekehrt. Die Umkehrungen sollen möglichst durch Beispiele bestätigt werden.
Die vier Fragen und die Umkehrung
Kehre den Gedanken um.
Hier mein selbst gewähltes Beispiel:
Mein Vater sollte mich nicht immer kritisieren.
Zu 1.
Ja, immer wieder hat er an mir herum zu mäkeln und mich zurechtzuweisen. Es scheint ihm richtig Spaß zu machen mich zu drangsalieren.
Zu 2.
Absolut, denn wenn ich ihn dreimal hintereinander besuche, dann hat er dreimal etwas an mir auszusetzen. Dass es ihm Spaß macht ist allerdings mehr so eine Vermutung. Zutrauen würde ich es ihm zumindest.
Zu 3.
Ich fühle mich ungerecht behandelt von ihm. Ich habe das Gefühl es ihm nie recht machen zu können und in seinen Augen ein schlechter Sohn zu sein.
Zu 4.
Auf diese negativen Gedanken und Botschaften kann ich gut und gern verzichten. Es ginge mir besser ohne diese Sorgen und Selbstzweifel.
Meine Umkehrungen:
U1: Ich sollte meinem Vater kritisieren.
U2: Mein Vater hat das Recht mich zu kritisieren.
U3: Mein Vater kritisiert mich gar nicht.
Wenn ich meine Umkehrungen noch mal durchlese und versuche sie zu bestätigen kommen mir verschiedene Gedanken dazu.
Ich habe meinem Vater noch nie gesagt, wie sehr es mich verletzt, dass ich mich wie ein schlechter Sohn fühle wenn er immer an mir herum mäkelt. Er soll ruhig wissen wie ungerecht und schmerzhaft das ist (U1).
Manchmal mache ich die Dinge extra so, dass er sich ärgern muss. Wahrscheinlich will ich damit meine Unabhängigkeit und Überlegenheit demonstrieren (U2).
Möglicherweise fällt er gar kein schlechtes Urteil über mich, sondern mag die eigenen Ansichten einfach lieber, nach denen er sich immer gerichtet hat. Da ähneln wir uns, weil ich meinen Weg auch für den besseren halte.
Auf jeden Fall habe ich noch nie nachgefragt wie ich seine Kritik verstehen muss. Vielleicht geht es gar nicht um meine Person (U3).
Abschließend noch ein Gedanke zur absoluten Sicherheit (Frage 2): Obwohl wir häufig annehmen die Sachlage objektiv einzuschätzen, gibt es meines Erachten nur sehr selten eine überprüfbare und absolute Gewissheit zu unseren Wahrnehmungen und Deutungen. Man könnte den stresserzeugenden Gedanken in diesen Fällen gänzlich in Frage stellen, so dass sich die Bearbeitung erübrigt oder ihn so umformulieren, dass er zutrifft.
In meinem o.g. Beispiel hätte ich stattdessen zu dem Schluss kommen können: Mein Vater meckert oft an mir herum oder er meckert manchmal grundlos an mir herum. Die Angelegenheit vom umgekehrten Standpunkt aus zu betrachten und zu begründen wäre auch bei diesen Sätzen hilfreich.
Verfasst von: hjg Am: 2. Oktober 2010
Ein kurzer Momentgedanke nachdem mir ein Bekannter erzählt hatte, wie schlecht es seiner Meinung nach um unsere Zukunft bestellt ist. Durch Umweltzerstörung, -vergiftung und Bevölkerungswachstum würden wir sehr bald aussterben, meint er. Er sprach von einem Wachstum mit Selbstvergiftung. Der Zenit sei bereits überschritten, eine Umkehr nicht mehr möglich. Das Unvermeidliche lasse sich nur noch verzögern.
Ich teile seine Ängste in dem Maße nicht, trotzdem ich weiß, dass nur derjenige die Zukunft sichern kann, der weiß was er heute tut und der Umwelt antut.
Und wie will ich jetzt mit dieser Erkenntnis umgehen?
Diese Möglichkeiten sehe ich, jeder darf sich seine aussuchen:
Verfasst von: hjg Am: 21. September 2010
Wir würden seit langem über unsere Verhältnisse leben, meinte Frau Merkel beim Ökumenischen Kirchentag (14. Mai 2010) in München.
Wie Recht sie hat die Frau Kanzlerin!
Mit „Verhältnisse“ meint sie ganz sicher unsere Finanzen (oder gibt es heutzutage noch einen Rezitator der da nicht gleich ans Geld denkt?) und mit „wir“ meint sie ganz bestimmt die Regierung und die von ihr protegierten Interessengruppen.
Ach, es wäre schön wenn sie es diesmal so richtig ernst gemeint hätte und mit der Regierung die liberale sowie die christlich-demokratische Klientel gleich mit überzeugen könnte.
Gesucht hatte ich das Zitat, weil mich heute per Mail der Text eines offenen Briefes von ARD-Korrespondent Stephan Ueberbach erreichte.
Verfasst von: hjg Am: 15. September 2010
Eine anschauliche Darstellung einer Billion Dollar in 100-Dollar-Scheinen gebündelt und gestapelt findet man hier.
Ich bitte dabei zu beachten, dass sich die amerikanischen und deutschen Bezeichnungen unterscheiden. Es fehlt die Endung „-arden“. Deshalb entspricht im amerikanischen System eine Trillion, einer Billion bei uns und eine amerikanische Billion ist einfach „nur“ eine deutsche Milliarde.
Verfasst von: hjg Am: 12. September 2010
Nur ein kurzer Momentgedanke noch an das einst so mächtige Europa:
Wir sterben aus.
Ich weiß, das ist keine neue Erkenntnis und für viele Menschen klingt das noch nicht einmal spektakulär, aber ich will den Gedanken zur Geburtenrate nochmal aufgreifen und etwas umformulieren:
Würde jedes denkbare Menschenpaar in Europa etwas mehr als zwei Nachkommen haben (ungefähr 2,1 Kinder) bliebe alles so wie es ist. Wir würden nicht weniger. Es gäbe weiterhin die gleiche Anzahl von Europäern.
Für jedes kinderlose Paar („Nicht-Mutter / Nicht-Vater“) und jedes „Nicht-Paar“ bräuchte es dann freilich ein Paar mit mindestens vier Kindern und für jedes Einzelkind noch eine Familie mit mindestens drei Kindern – für heutige Verhältnisse ein unvorstellbares Bild.
Aber es wäre eine einfache Rechnung (sogar für Politiker und Volkswirte). Die Renten blieben sicher, die wirtschaftliche und politische Situation in unserem Land höchstwahrscheinlich auch: gleichbleibende Nachfrage und Produktivität, dazu keine Angst mehr vor dem unerreichbaren Rentenalter, der Überfremdung, den Krankenkosten oder dem Pflegenotstand.
Leider sind wir weit davon entfernt beide Seiten der Gleichung zu erfüllen. Aus lauter Angst vor unserer Zukunft schaffen wir sie einfach ab. Nebenbei bemerkt sind die Deutschen sogar bei dieser Art der Sparsamkeit die Weltmeister.
Verfasst von: hjg Am: 30. August 2010
Meine Lieblingsstelle aus dem Buch „Leben im Jetzt“ von Eckhart Tolle auf Seite 150: „Wenn du zum Beispiel zu den vielen Menschen gehörst, die Probleme mit ihren Eltern haben und noch immer einen Groll auf sie hegen wegen etwas, das sie getan oder unterlassen haben, dann glaubst du jedenfalls, dass sie damals die Wahl hatten und es hätten anders machen können. Es sieht immer so aus, als wenn die Leute eine Wahl hätten, aber das ist eine Illusion. Welche Wahl hast du schon, solange dein Denken mit seinen konditionierten Mustern dein Leben regiert und du dich damit identifizierst? Keine.“
Meine Gedanken dazu: Hätten Deine Eltern damals die Wahl gehabt besser zu handeln und Du damit irgend ein Recht erworben auf sie böse zu sein, weil sie sich („aus freien Stücken“) falsch entschieden hatten, dann hättest Du heute auch die Wahl Dich für ein besseres Leben zu entscheiden und den Gedanken loszulassen, ihre Entscheidungen und ihre Handlungen würden Dein aktuelles Leben beherrschen.
Ich glaube fest daran, dass wir uns von alten Konditionierungen befreien können, um ein Leben nach unseren Möglichkeiten zu führen und ich vermute, dass viele Menschen ihre wahren Möglichkeiten noch nicht kennen oder ganz einfach nicht nutzen, vielleicht auch deswegen, weil sie noch an ihren kindlichen Wünschen festhängen, die ihre Eltern ihnen niemals erfüllen werden (oder Ehepartner, Staat…).
Und ich glaube, dass wir von unseren Eltern nur erwarten können die zu sein die sie sind und das dürfen sie auch von uns erwarten, denn nur diesem Anspruch können wir letztlich gerecht werden.
Verfasst von: hjg Am: 19. August 2010
Das Buch „anders denken lernen“ von Natalie Knapp habe ich verschlungen.
Eigentlich ging es mir um ihre Erklärungen zur Quantenphysik, aber jetzt geht es mir um sehr viel mehr, nämlich meine Denkgewohnheiten und darum wie bestehende Denkmuster unsere Welt prägen.
Für mich endlich mal wieder ein gutes „philosophisches Buch“ (lesenswert!).
Verfasst von: hjg Am: 29. Juli 2010
Das Buch „Männlichkeit leben“ von Bjørn Thorsten Leimbach habe ich gelesen. Ich muss zugeben, hätte ich im Internet nicht auch ein paar negative Kritiken gesehen wäre es vermutlich nicht so interessant für mich gewesen. Aber ein Buch das Menschen animiert zu widersprechen und Stellung zu beziehen ist ganz sicher ein Männerbuch.
Hilfreich war für mich die erweiterte Sicht auf männliche Aggression und die Beschreibung der „Herzensangelegenheiten“ eines Kriegers.
Wer allerdings weichgespülte Meinungen einholen will und eine Rechtfertigung für seine eigene Bequemlichkeit und ängstliche Zurückhaltung sucht, der sollte unbedingt etwas anderes lesen.
Es ist meiner Meinung nach ein gutes Buch und es ist empfehlenswert (lesenswert!).
Verfasst von: hjg Am: 25. Juli 2010
Ein paar aufgebrachte Frauen aus meinem Freundeskreis: „Warum bekommen diese Menschen kein Geld für die Tätigkeit die sie ehrenamtlich und ohne Auftrag erledigen? Wo sie es doch nur zu unserem Wohle und zu unserer Sicherheit tun und für die Umwelt und die Tierwelt!“
„Weil’s dann kein Ehrenamt mehr wäre“, habe ich lakonisch darauf geantwortet.
Ehren-Amt – ein Amt der Ehre und nicht der Entlohnung. Nein, wir können nicht alles in die öffentliche Hand geben. Jedes akute Problem braucht vor allem zuerst mal eines: Menschen die zupacken ohne nach materieller Entlohnung und Versicherung zu schreien.
Wollen wir uns wirklich alles abnehmen lassen, Probleme gelöst von professionellen Denkern, Tätigkeiten ausgeführt von professionellen Dienstleistern und Handwerkern, finanziert von Spenden und vor allem von Steuern?
Das Leben findet nicht nur im Fernsehen statt und wir sind nicht nur die Zuschauer.
Mein Dank gilt deshalb allen Männern und Frauen die Helfen und Mitmachen wenn es drauf ankommt.
Verfasst von: hjg Am: 18. Mai 2010
Ich hab es schon wieder getan. Es war der gleiche Ort (Exerzitienhaus Hofheim) und es war der gleiche Lehrer (Andreas Schäfer). Diesmal war das Schwert-Seminar länger als beim letzten Mal. Es waren viele Männer die ich noch nicht kannte dabei und es gab ein Wiedersehen mit einigen Bekannten.
Obwohl es mir besser gefiel und ich schneller mittendrin war, hatte ich diesmal mehr Hindernisse zu überwinden. Aber ich habe viel über mich und mein Zaudern lernen dürfen. Wir haben diskutiert und voneinander gelernt. Mein Lieblingszitat eines Teilnehmers: „Jetzt kenne ich den Unterschied zwischen einem Krieger und einem Soldaten.“
Andreas Schäfer hat gesagt, je länger er diese Arbeit mache, umso weniger könne er darüber erzählen. Ich glaube, jeder erlebt es anders weil jeder seine eigenen Schwächen dort entdecken wird. Ganz sicher ist bloß – keiner bleibt davon unberührt.
Ich danke der Männerseelsorge des Bistums Mainz, dass sie das möglich macht und bin sicher: Es war nicht das letzte Schwert-Seminar das ich besuchte.
Verfasst von: hjg Am: 3. März 2010
Es ist lohnenswert auf die Balance unserer Lebensbereiche „Körper/Sinne“, „Leistung/Verstand“, „Kontakt/Tradition“, „Phantasie/Zukunft“ zu achten. So lautet die Empfehlung.
Nossrat Peseschkian (Psychotherapeut, Psychiater, Nervenfacharzt) hat sehr schön zusammengefasst was für uns wichtig ist. Er hat es in die vier oben genannten Lebensbereiche eingeteilt. Für ihn ist unstrittig: Vorübergehend darf man einen Bereich stark betonen und andere vernachlässigen, aber auf Dauer sollte man einen Ausgleich für sich finden und möglichst alle Bereiche beachten und pflegen, wenn man gesund und glücklich leben will.
Einen kurzen Artikel dazu fand ich in dem Buch „In Balance“ von Thierry Ball (Verlag Books on Demand). Außerdem besitze ich das Taschenbuch „Es ist leicht das Leben schwer zu nehmen. Aber schwer es es leicht zu nehmen“ von Nossrat Peseschkian (Verlag Herder).
Für unsere Männergruppe hatte ich dazu ein Arbeitsblatt ausgearbeitet, das ich in etwas abgewandelter Form hier vorstellen möchte. Die Fragen zu beantworten und darüber zu diskutieren hat uns neue Einsichten gewährt.
Manchmal ist es sogar spannend zu überprüfen, ob das was man der körperlichen Gesundheit zuliebe tut möglicherweise doch eher in den Bereich der Leistung einzuordnen wäre oder wie sehr die Pflege von Beziehungen durch Traditionen und eigene Phantasien beeinflusst wird.
Verfasst von: hjg Am: 18. Januar 2010
Es gibt Situationen zu denen ich mir einen langatmigen und selbstdarstellerischen Kommentar ersparen möchte.
Ich unterstütze die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“: http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/index.html

Verfasst von: hjg Am: 13. Januar 2010
Wieder einmal habe ich ein richtig gutes Buch von Richard Wiseman gelesen. Diesmal heißt es, „Wie Sie in 60 Sekunden ihr Leben verändern“. Ich finde den deutschen Titel nicht ganz so glücklich gewählt, er hätte meines Erachtens etwas näher am Original-Titel liegen sollen ‘:59 seconds. Think a little, change a lot’.
Das Buch beschreibt eine Vielzal von psychologischen Studien an denen Wiseman selbst mitwirkte oder die von anderen Wissenschaftlern durchgeführt wurden, die dann aber namentlich genannt sind. Diese Studien gehören also nicht in das Reich der modernen Mythen, was heutzutage schonmal vorkommt. Es befindet sich eine ausführliche Übersicht dazu im Anhang des Buches.
Richard Wiseman schafft es über jeden Bereich ein kurzes Exzerpt anzufertigen und sogar hilfreiche Tipps daraus abzuleiten, die sich tatsächlich innerhalb einer Minute durchlesen lassen. Manche brauchen auch nicht wesentlich länger für die Durchführung.
Fünf Themen haben mir besonders gefallen. Sie spiegeln lediglich meine persönlichen Vorlieben wider und sind keine Zusammenfassung des bereits stark komprimierten Buchinhalts.
Perfekte Planung
1. Mein Hauptziel ist…
2. Untergliederung
Mein erstes Unterziel ist…
Ich glaube, dass ich dieses Ziel erreichen kann, weil…
Um dieses Unterziel zu erreichen, werde ich…
Bis zu folgendem Datum werde ich es erreicht haben:
Meine Belohnung dafür wird … sein.
Mein zweites Unterziel ist…
Ich glaube, dass ich dieses Ziel erreichen kann, weil…
Um dieses Unterziel zu erreichen, werde ich…
Bis zu folgendem Datum werde ich es erreicht haben:
Meine Belohnung dafür wird … sein.
Mein drittes Unterziel ist…
Ich glaube, dass ich dieses Ziel erreichen kann, weil…
Um dieses Unterziel zu erreichen, werde ich…
Bis zu folgendem Datum werde ich es erreicht haben:
Meine Belohnung dafür wird … sein.
Mein viertes Unterziel ist…
Ich glaube, dass ich dieses Ziel erreichen kann, weil…
Um dieses Unterziel zu erreichen, werde ich…
Bis zu folgendem Datum werde ich es erreicht haben:
Meine Belohnung dafür wird … sein.
Mein fünftes Unterziel ist…
Ich glaube, dass ich dieses Ziel erreichen kann, weil…
Um dieses Unterziel zu erreichen, werde ich…
Bis zu folgendem Datum werde ich es erreicht haben:
Meine Belohnung dafür wird … sein.
3. Drei Vorteile die das Erreichen des Hauptzieles mir bietet
Vorteil 1
Vorteil 2
Vorteil 3
4. An die Öffentlichkeit treten und anderen von meinem Ziel berichten.
Perfektes Tagebuch
Ab und zu ein Fünf-Tages-Buch anzulegen hilft die allgemeine Stimmung zu verbessern. Es sollte den folgenden Aufbau haben.
Entscheidungen im Unterbewusstsein fällen
Bei komplexen Entscheidungen ist es von Vorteil das Unterbewusstsein mit der Lösung zu beauftragen. Zunächst eingehend mit dem Problem beschäftigen dann das analytische Denken mit einer schweren Aufgabe beschäftigen, damit das Unterbewusstsein die Möglichkeit erhält sich ohne Kritik mit der Lösung des eigentlichen Problems zu beschäftigen. Danach gilt es nur noch die intuitiv gefundene Lösung zu akzeptieren.
Priming-Effekt
Wer zunächst einen typischen Wissenschaftler oder Professor beschreibt (keinen konkreten!), der schneidet bei einem anschließenden Test auch besser ab. Das gleiche gilt für kreative oder dumme Menschen die man sich als Vorbild nimmt.
Eine Kreativitätssteigerung ist übrigens sogar feststellbar, wenn man sich in einem Raum mit einem Kunstdruck oder (echten) Zimmerpflanzen aufhält.
Einfache Tipps zum Glücklichsein
Quelle: „Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern“ von Richard Wiseman, Fischer Taschenbuch
Verfasst von: hjg Am: 7. Januar 2010
Heute ist mir wieder ein schönes Beispiel für eine sog. Rationalitätenfalle begegnet. Damit ist gemeint: Eine Handlung die für einen einzelnen vernünftig ist, wird zum Problem wenn alle Teilnehmer nach dieser Idee handeln. Ein beliebtes Beispiel ist der Zuschauer der aufsteht um besser auf die Bühne zu sehen. Weil er damit den Hintermännern (und -frauen) die Sicht versperrt stehen bald alle auf. Die Folge ist: Keiner kann besser sehen als vorher, aber alle haben es unbequemer. Das Prinzip eines solchen Dilemmas beschäftigt u.a. Volkswirte, weil es zu Blockaden in den marktwirtschaftlichen Systemen führen kann.
Mein Beispiel dazu ist das Busfahren. Immer wieder beobachte ich Fahrgäste die sich direkt beim Ausstieg positionieren, anstatt die noch freien Sitzplätze zu nutzen. Dadurch kommt es zu richtigen Anhäufungen im Eingangsbereich, ein Durchkommen ist kaum möglich. Auf den ersten Blick erscheint es vernünftig sich in der Nähe des Ausganges aufzuhalten um schnell wieder rauszukommen und die guten Plätze für die „Langfahrer“ frei zu halten. Aber wirklich zutreffend ist das nur wenn man exakt eine Haltestation später wieder aussteigt. Sind es nur zwei oder mehr Haltestellen die man mitfährt wird es immer Fahrgäste geben die sich vorbeizwängen müssen.
Verfasst von: hjg Am: 11. November 2009
Ich habe das Buch „Der Glücks-Faktor…“ von Martin E. P. Seligman gelesen und es bekommt eine eindeutige Emfehlung von mir. Nicht nur weil ich jetzt ein schönes von einem guten Leben unterscheiden kann und überzeugt bin, dass auch Menschen ohne sichtbare Glücksgefühle oder Freude eine zufriedenes und schönes Leben führen können, sondern vor allem weil er eine Botschaft hat:
Finden Sie Ihre Talente, entwickeln Sie Ihre Stärken (formen Sie ihren Charakter) und leben Sie danach.
Wie er zu dieser Erkenntnis kommt und was er sonst noch zu erzählen weiß, das will ich ausnahmsweise mal nicht versuchen zusammen zu fassen (lesenswert!).
Verfasst von: hjg Am: 6. November 2009
„Die Ehe funktioniert am besten, wenn beide Partner ein bisschen unverheiratet bleiben.“
Claudia Cardinale
Quelle: ARD-Videotext vom 6. November 2009 (http://www.ard-text.de)
Verfasst von: hjg Am: 30. Oktober 2009
Ich habe es immer wieder beobachtet, wie sich die Autofahrerinnen und Autofahrer auf der Straße bekriegen. Niemand möchte in der zweiten Reihe zurückbleiben und sein Vorfahrtsrecht um jeden Preis behalten.
Es scheint ein belegbare Tatsache zu sein, dass dann alles was unseren Weg stört als Hindernis gesehen wird und eliminiert werden sollte, vor allem in Stress-Situationen z.B. bei hohem Verkehrsaufkommen oder unter Zeitknappheit. Nur die öffentliche Kontrolle und die verhängten Strafen scheinen hier noch das Chaos verhindern zu können. Ich möchte manchmal laut schreien ob dieser Dummheit. Aber es scheint ihn unserer Natur zu liegen.
Wie gut, dass ich ab und zu erleben darf, mit welcher Selbstverständlichkeit die gleichen Menschen hinter dem Steuer jedesmal bemüht sind schnellstmöglich dem herannahenden Rettungsfahrzeug eine Gasse zu schaffen und ihr eigenes dringendes Fortkommen plötzlich gar nicht mehr so wichtig erscheint. Auch das, so scheint es mir, liegt in unserer Natur.
Verfasst von: hjg Am: 29. Oktober 2009
Bei einem Gespräch mit einer Freundin ist mir aufgefallen, dass es anscheinend viele Menschen gibt, die Denken und Fühlen als zwei unterschiedliche (teilweise sogar gegensätzliche Vorgänge) verstehen. Mit dieser Definition lassen sich einige meiner Aussagen – auch in diesem Blog - nicht nachvollziehen. Soviel steht fest.
Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 28. Oktober 2009
Wer sich fragt was einen guten Menschen ausmacht, wie dessen Charakter beschaffen sein sollte, dem können vielleicht die Erkenntnisse von Martin E. P. Seligman weiterhelfen. Er schreibt in seinem Buch „Der Glücksfaktor“ über die sechs Tugenden die in den meisten Kulturen und Religionen gemeinsam geachtet werden.
“Unter der Leitung von Katherine Dahlsgaard lasen wir Aristoteles und Plato, Thomas von Aquin und Augustinus, das Alte Testament und den Talmud, Konfuzius, Buddha, Laotse, Bushido (den Samurai-Code), den Koran, Benjamin Franklin und die Upanischaden – alles in allem insgesamt 200 Tugend-Kataloge. Zu unserer Überraschung unterstützen all diese Traditionen – verteilt über 3000 Jahre und die gesamte Erdoberfläche – sechs Tugenden:
Verfasst von: hjg Am: 27. Oktober 2009
Heute habe ich per Zufall die ultimative Seite mit den wichtigsten Weltuntergangs- oder global-religiösen Erscheinungs- und Erneuerungs-Terminen gefunden, zusammengetragen von Markus Gansel: www.unmoralische.de
Wie ich mit Erleichterung feststellen konnte, habe ich in meinem kurzen Leben schon rund 50 dieser Krisen schadlos und eigentlich auch unbemerkt überwunden. Ich finde das zumindest beruhigend. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 24. Oktober 2009
Kürzlich habe ich mir beim Antritt einer längeren Zugfahrt mal wieder die „Psychologie heute“ gekauft. Ich mag diese Zeitschrift. Sie hat mir schon viele Anregungen gegeben und zeigt, wie ich finde, wunderbar die aktuellen Entwicklungen und sammelt „Denkmodelle“ auf.
Lesen konnte ich sie allerdings erst zu Hause, weil ich kurz darauf von einer netten jungen Frau um Hilfe mit ihren Koffern gebeten wurde, woraus sich ein wohltuendes Gespräch entwickelte, das an meinem Zielbahnhof bei einer Tasse Tee endete – eine schöne Begebenheit.
Der Artikel „Wie (und warum) wir aufblühen“ hat es mir besonders angetan. Herausgreifen will ich dabei nur zwei der genannten Aspekte. Nach „Barbara L. Fredrickson“ kann man u.a. durch eine tägliche Meditation von rund 12 Minuten, bei der es darum geht sich auf ein paar positive Emotionen zu konzentrieren, seine Lebensqualität und Zuversicht erheblich verbessern.
Noch ein paar schöne Vorschläge zum Ausprobieren hat „Sonja Lyubomirsky“ parat: Man notiert am Abend fünf Ereignisse, die besonders schön waren (count your blessings); man erweist einem Nachbarn einen Gefallen, ohne eine Gegenleistung anzunehmen; man schreibt einen Dankesbrief an einen lieben Menschen, ohne ihn abzuschicken. Sie ermutigt nach weiteren Ideen zu suchen und sie auszuprobieren.
Seine Aufmerksamkeit auch auf schöne Dinge richten und herausfinden wie man das eigene Wohlbefinden verbessern kann. So sehe ich die Botschaft in diesem Artikel.
Sobald ich mein neues Buch von „Martin E. P. Seligman“ gelesen habe, werde ich mich ganz sicher um Literatur der beiden o.g. Frauen bemühen.
Zuletzt ist mir dann noch eingefallen, dass auch „Richard Wiseman“ in seinem Buch „So machen Sie ihr Glück“ feststellte, dass viele Menschen – die sich selbst als „Glückpilze“ bezeichnen würden – regelmäßig meditieren.
Verfasst von: hjg Am: 13. Oktober 2009
Der (halbe) Wirtschaftsnobelpreis 2009 geht an die Politikwissenschaftlerin Elinor Ostrom. Das gefällt mir. Ihr Buch „Die Verfassung der Allmende“ ist zwar nicht mehr erhältlich, außer in wenigen Antiquariaten und Bibliotheken, aber das wird sich bestimmt bald wieder ändern. Die Aufmerksamkeit durch diese Auszeichnung wird ihren Theorien neue Bekanntheit bescheren.
Die Botschaft lautet: Ja, man kann Allgemeingüter sinnvoll verwalten und nachhaltig nutzen. Bei einer ehrlichen Selbstverpflichtung mit wirkungsvoller Kontrolle ist eine Selbstverwaltung und dauerhafte Nutzung zum Wohle aller möglich; der Raubbau kann (entgegen der ausschließlichen und pessimistischen Sicht von Garrett Hardin) verhindert werden. Einen lesenswerten Artikel über Frau Ostrom fand ich auf der Internet-Seite „sueddeutsche.de“.
Das bestätigt meine Erfahrungen im privaten Umfeld und lässt hoffen auch größere Ressourcen erfolgreich verwalten zu können, wenn wir uns der Problematik und Notwendigkeiten bewusst werden - und dem Wissen öffnen können, dass wir alle Teil des „einzigen Ganzen“ sind. Außerdem sehe ich mich darin bestärkt, dass die „unumstößlichen Wahrheiten“ der klassischen Ökonomen immer wieder überprüft werden dürfen. Eine neue Gesellschaft enthüllt mitunter auch neue Gesetzmäßigkeiten.
Meine Buchempfehlung lautet: „Wem gehört die Welt?: Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter (Broschiert)“ von Silke Helfrich
Verfasst von: hjg Am: 4. Oktober 2009
Der Artikel geistert seit einigen Tagen auf vielen Internet-Seiten. Ich habe ihn jetzt gerade von der Internet-Seite der Berliner Morgenpost gegoogelt.
Eine junge Forscherin (Cynthia Quiroga Murcia, Universität Frankfurt, Psychologie) hat im Rahmen ihrer Doktorarbeit herausgefunden, dass durch das Tango tanzen, das Stresshormon Cortisol abnimmt und das Sexualhormon Testosteron zunimmt. Sie ist übrigens eine tangotanzende Kolumbianerin, die seit vier Jahren in Deutschland lebt.
Man darf vermuten, durch das Tanzen bauen wir Stress ab und steigern unsere sexuelle Lust. Ich „orakele“ jetzt einfach mal, dass das auch für andere Arten des Paartanzes gilt, wenn genügend Tuchfühlung entsteht und sie mit der richtigen Präsenz getanzt werden – eine echte Indikation für einen Tanzkurs.
Verfasst von: hjg Am: 28. September 2009
Veranstaltet von der Männerseelsorge des Bistums Mainz nahm ich am zurückliegenden Wochenende an einem Schwert-Seminar teil. Unser Lehrer, Frager, Zuhörer, Berater und Anleiter war Andreas Schäfer.
Ich durfte viel über mich erfahren. Ich konnte mich von einer anderen Blickrichtung betrachten (und wurde gesehen). Ich kann es eigentlich jedem Mann empfehlen, besonders aber denjenigen die unzufrieden sind oder das Gefühl haben sie hätten sich „irgendwie arrangiert“.
Aber Achtung!
Man erfährt hier von der eigenen Weiblichkeit oder der Zögerlichkeit oder den selbstgemachten Problemen und warum sich derjenige selbst versklavt der nicht loslassen kann. Nachwirkungen in den Alltag und in persönliche Beziehungen sind zu erwarten.
Verfasst von: hjg Am: 27. September 2009
So, jetzt ist es klar. Unsere Geschicke in Bundestag und Bundesrat werden von CDU und FDP gelenkt, personifiziert in Guido Westerwelle und Angela Merkel (wer von beiden die Männlichkeit symbolisiert ist offensichtlich).
Ich freue mich auf klare Entscheidungen und kurze Debatten. Und ich freue mich auf eine SPD die lernen kann. Sie kann lernen was es bedeutet einig, kraftvoll und profilstark zu werden.
Verfasst von: hjg Am: 25. September 2009
Im Sommer habe ich eine sehr interessante und achtsame Frau kennengelernt. Sie ist Linkshänderin und wir unterhielten uns über dieses Thema (und einige andere). Ihre Buchempfehlung dazu war „Die Psyche des linkshändigen Kindes: Von der Seele, die mit den Tieren spricht“ von Johanna Barbara Sattler und ich empfehle das Buch jetzt auch.
Nicht, dass ich alles vorbehaltlos glauben könnte was Frau Sattler schreibt und jetzt eine neue Reihe von Schubladen eingerichtet hätte, in denen alle Linkshänder denen ich noch begegne passend verstaut werden können…
Die Beschäftigung mit der Unterschiedlichkeit zwischen links- und rechtshändigen Menschen (rechtshändige werden ebenfalls beschrieben) hilft mir die Menschen und ihre Unterschiede zu verstehen.
Verfasst von: hjg Am: 7. September 2009
Ich bin eindeutig unschlüssig. Ja, es gibt es viele neue Autos und sie verbrauchen weniger Kraftstoff und produzieren damit weniger CO². Aber nein, der CO²-Ausstoß wird natürlich nicht nur von Kleinwagen produziert, auch von LKWs, Bussen, Bahnen, Bakterien sowie für die Stromerzeugung, Lebensmittelherstellung, Konsumartikelherstellung, PKW-Produktion…
Was ich anfänglich für eine gute Idee hielt, war nach der Aufstockung auf 5 Mrd. eine richtig große und vor allem politische Sache geworden. Es wurden Euronorm-4-Autos gegen Euronorm-4-Autos getauscht und Autohändler nochmal kurz vor der Pleite ein bisschen in Sicherheit gewogen.
Wer es sich leisten kann hat natürlich zugegriffen (ich auch). Wer es sich nicht leisten konnte, oder wollte, der zahlt drauf – soviel Solidarität muss sein. Für die Politkerin und den Politker von heute stellt sich die Frage, ob der Wähler sich daran erinnern wird, und falls ja, an was genau?
Verfasst von: hjg Am: 14. August 2009
Heute kam ich aus einem wunderschönen Urlaub zurück, den ich mit guten Freunden verbringen durfte, da lese ich die Mail von meinem Lieblingsbruder: Er hat endlich(!) herausgefunden was das im Hunsrück so gut bekannte und viel zitierte „Schissmehl“ ist.
Es handelt sich bei dieser Pflanze, die man in unserer hunsrücker Heimat so lautmalerisch als Schissmehl bezeichnet, um ein Fuchsschwanzgewächs mit dem Namen „Weißer Gänsefuß“.
Natürlich kann ich mich nicht dafür verbürgen, dass es überall im Hunsrück die gleiche Pflanze beschreibt, aber bei uns (Berschweiler bei Kirn) war es damals genau diese Pflanze. Der Begriff wird nicht nur für dieses „Unkraut“ verwendet, sondern auch scherzhaft für alles andere was ungewollt oder ohne fremdes Zutun erfolgreich wächst und gedeiht.
Das hat mein Bruder doch tatsächlich ganz ohne meine Hilfe herausgefunden. Und jetzt wissen wir: weißer Gänsefuß - datt wechst wie Schessmehl.
Hier kann man etwas über die Pflanze nachlesen:
Verfasst von: hjg Am: 24. Juli 2009
Begriffswolken sind eine tolle Erfindung und ich hätte am liebsten auch eine in meinem Blog. Aber da steht noch viel zu wenig drin, um eine wirklich aussagekräftige Wolke zu erzeugen. WordPress stellt ein entsprechendes Widget natürlich zur Verfügung.
Ich sitze also bei meinem Freund auf der Couch und trinke ein Weizenbier, während er mir die Begriffswolke im Webshop zeigt den seine Frau betreibt (crissy24.de). Ich betrachte die Wortwolke der meist gesuchten Artikel und mir fällt der neue Begriff auf: Tankini. Das ist ein echter Renner bei den Sommer-Damenmoden.
Ich bin nicht sehr versiert in modischen Dingen. Mit solchen Fachbegriffen kann man mich tatsächlich immer wieder verblüffen. Deshalb frage ich nach. Tatsächlich ist mir hier der Informatiker von heute voraus (ja, auch bei der Programmierung von Begriffswolken).
Ich glaube zwar, dass ich mal wieder der Einzige bin der es nicht wusste, aber ich zitiere gerne was ich gelernt habe: Der Begriff Tankini setzt sich zusammen aus dem Bikini und dem Tank-Top. Er beschreibt einen Bikini, dessen Oberteil nicht nur den Busen, sondern auch einen Teil des Leibes bedeckt.
Verfasst von: hjg Am: 5. Juli 2009
Heute war ich wieder beim Tankwart meines Vertrauens und auch diesmal sprachen wir über Geld, aber nur weil er sich gerade wieder aufgeregt hatte, dass die Rolle mit Euro-Münzen, die er von der Bank bekam, anstatt 50 EUR nur 48 EUR enthielt. „Das ist schon häufiger vorgekommen“, sagte er, „da muss man immer nachzählen.“
„Ich werde darauf achten“, erwiderte ich und dachte dabei an die Banken und das Vertrauen. Meine Geldscheine aus dem Automaten zähle ich sowieso schon immer nach – aus eigener Erfahrung.
Verfasst von: hjg Am: 30. Juni 2009
Heute war ich mit einer sehr lieben Kollegin in der Mittagspause. Wir waren etwas einkaufen und dannn noch etwas Essen.
Da habe ich sie getroffen: Die perfekte Service-Kraft. Sie ist jung, zierlich, hübsch und vor allem schnell, aufmerksam, kompetent. Sie behält den Überblick, spricht verständlich, sieht den Kunden ins Gesicht, managt mehrere Aufträge parallel und achtet auf Ordnung.
Nach der obligatorischen Frage, ob das Essen gut war, haben wir uns ehrlich aber freundlich über das ausgelassen was uns nicht passte.
Man sah der jungen Frau an, dass unser Einwand von ihr tatsächlich zur Kenntnis genommen wurde – keine Ausflüchte, keine Beschwichtigungen, keine große Sache, einfach eine Entschuldigung und als Entschädigung zwei Espresso.
Ein guter Tag…
Verfasst von: hjg Am: 22. Juni 2009
Kurze Einführung in die „Rational Emotive Behavior Therapy (REBT)“
Die REBT (dt. REVT, „Rational-Emotive Verhaltenstherapie“) ist eine kognitive Verhaltenstherapie, die von Albert Ellis in Amerika begründet wurde. Im Wesentlichen beruht sie auf den folgenden Erkenntnisen:
Problematisch sind vor allem die sog. „Mussturbationen“, mit denen in der REVT unsere vorbehaltlosen „Soll- und Muss-Vorstellungen“ umschrieben werden. Die drei Haupt-Muss-Vorstellungen, die emotionale Probleme hervorrufen können, Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 20. Juni 2009
Manchmal, wenn ich an der Supermarkt-Kasse stehe und mich nicht mit jemandem unterhalte, schaue ich mir einfach an was die Kunden so aufs Band legen. Gerade wenn ich spätabends hingehe, wo die meisten schnell noch was Wichtiges für den Abend einkaufen, stelle ich mir gerne vor wie ihr Abend verlaufen wird und vergebe (max. 10) Punkte für den aussagekräftigsten Einkauf. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 20. Juni 2009
Seit bald zwei Jahren wohne ich jetzt hier. In dieser Zeit sind nachweislich vier an mich adressierte Briefe nicht angekommen und ich befürchte natürlich die Dunkelziffer ist höher.
Es waren eine förmliche Zustellung vom Amtsgericht dabei (hier ging es um rund 120,- EUR für mich), ein Schreiben von einer Versicherung (hier ging es um rund 2000,- EUR für mich), eine Rechnung vom Physiotherapeuten und eine Karte von einer Freundin (Geburstagskarte).
In meiner letzten Wohnung gab es in der Straße einen Mann der den gleichen Familiennamen trug. Wir mussten uns in rund zwölf Jahren zweimal die Post „gegenseitig zustellen“. Aber jetzt ist das nicht der Fall. Ich habe alle Namensschilder studiert.
Bis auf eine Mahngebühr in Höhe von 6,- EUR und ein paar Telefongebühren sind mir bislang keine finanziellen Nachteile daraus entstanden. Aber ich habe keine Ahnung was ich tun kann um die Zustellung sicherer zu machen. Manchmal wird das Namensschild am Briefkasten gut gelesen (Druckbuchstaben, Laserdrucker, Schriftart: Arial, „Nachname, Vorname“) und manchmal nicht. Die Briefzusteller wechseln, manche sprechen fließend deutsch, andere nicht, gestresst wirken sie alle.
Wohl dem der seinen Briefzusteller persönlich kennt…
Verfasst von: hjg Am: 18. Juni 2009
Wir alle haben Glaubenssätze verinnerlicht. Sie sprechen oft als innere Stimmen zu uns. Es sind selbstformulierte Sätze, abgeleitet aus unseren Wertvorstellungen und Zielen, oder Sätze von anderen, Ermahnungen oder Ratschläge der Eltern, Freunde, Medien usw. Sie können dem gesunden Menschenverstand entsprungen sein, einer Tradition, Religion, Politik, Wissenschaft, Esoterik oder ganz einfach einer Mode.
Manche dieser Sätze kennt man ganz genau. Sie sind laut und rufen uns oft zu. Manche sind weniger bekannt. Sie sind leise und flüstern nur manchmal, sind unverständlich oder unsichtbar. Eines haben alle Glaubenssätze aber gemeinsam: Sie wirken. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 16. Juni 2009
Heute habe ich mal dem Drängen von WordPress nachgegeben und habe andere Blogs besucht, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen wie meiner. Ich bin auf etwas interessantes gestoßen, wie ich finde.
Hier ist die Auflistung einer jungen Frau für ihren „Mr. Perfect“. Also Männer aufgepasst, so kann eine Wunschliste aussehen: http://gedankenversunken.wordpress.com/2009/05/25/my-mr-perfect
Die Artikelserie „Die Waffen einer Frau“ auf diesem Blog ist übrigens auch lesenswert.
Ich war beeindruckt. So detailliert habe ich es mit 18 noch nicht beschreiben können, wie meine Partnerin sein soll. Übrigens, wer nicht weiß was „eloquent„ bedeutet, der ist es nicht.
Mich würde interessieren, ob ihr (Männer) genaue und ähnlich detaillierte Vorstellungen von Eurer Traumpartnerin habt. Solltet ihr deutlich über 20 Jahre alt sein, dann bitte die Aussage wie es damals war. Wusstet ihr wie sie sein muss?
Verfasst von: hjg Am: 15. Juni 2009
Neulich saß ich bei Freunden und die kleine Tochter (Amelie) gesellte sich zu uns.
Sie erzählte uns von ihrer Puppe, von der Mama, von dem Regen…
Wir sahen sie an, hörten ihr zu, wurden still…
Manchmal, wenn man ganz still geworden ist und einfach nur aufmerksam,
wird einem die wahre Bedeutung des Lebens offenbar,
in den großen, wachsamen und staunenden Augen einer Vierjährigen.
Verfasst von: hjg Am: 15. Juni 2009
Ich werde mit Sicherheit noch mehr zur „kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)“ oder der „Rational-Emotiven Verhaltenstherapie (REVT)“ schreiben. Die wichtigste Botschaft dabei lautet: Gedanken erzeugen Emotionen und Handlungen. Gedanken können, genau wie andere Tätigkeiten, bewusst gewählt, erlernt und verändert werden. Zur Einstimmung hier eine kleine Präsentation zum ausprobieren und reflektieren: Loslassen. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 30. Mai 2009
„Deutsche Penisse sind nur Durchschnitt!“, so hieß es auf einer GMX-Meldung. Dass in der heutigen Zeit zu viele Rechtschreibfehler gemacht werden und zuviel Unsinn kopiert wird ist wohl eine Tatsache mit der wir leben müssen.
Aber mir gefällt der logische Fehler in dieser Aussage (und das ist der Grund warum ich sie auf meinem Blog erwähne): Wenn ich alle deutschen Penisse anspreche, können sie natürlich nur Durchschnitt sein. Wollte ich sie mit etwas vergleichen, zum Beispiel mit den französischen oder dänischen, dann müsste ich das anders formulieren. Vielleicht könnte man auch etwas über die Streuung der gemessenen Größen aussagen oder über die Klassifizierung?
Aber möglicherweise geht es ja auch gar nicht um die Verbreitung von Wissen? Vielleicht will man nur Aufmerksamkeit und bei mir zumindest war das gelungen.
Verfasst von: hjg Am: 30. Mai 2009

Testbild
Was könnte die Ursache für eine einjährige Unterbrechung meines Blogs sein, um dann festzustellen, dass mich immer noch die gleich Themen interessieren (trotz der neuen) und ein Mitteilungsbedürfnis hierüber besteht?
Meine neuen Hobys und die neuen Freunde die ich dabei kennenlernen durfte haben Zeit beansprucht, Zeit die ich gerne aufgebracht habe und immer noch für sie aufbringe werde (für Impro-Theater, lange Gespräche, Männergruppe, Gitarre und Tagebuch).
Verfasst von: hjg Am: 27. Mai 2008
Auch für mich wurde es Zeit endlich intensiv über die eigene Männlichkeit nachzudenken. Als Hilfestellung habe ich mir fünf Bücher dazu besorgt und ich muss sagen, sie haben mir sehr dabei geholfen. ![]()
Das erste (und bislang beste) ist von Steve Biddulph und heißt „Männer auf der Suche“. Es zeigt anschaulich warum Söhne, die nicht genügend bevatert wurden, Probleme mit der eigenen Männlichkeit haben. Der Autor wertet Literatur und eigene Erfahrungen als Therapeut aus und berichtet nicht zuletzt von seinen persönlichen Erfahrungen und Problemen als Mann. Außerdem gibt er viele Beispiele aus Initiationsriten und Männererziehung bei Naturvölkern und hat Vorschläge für die eigene Entwicklungsarbeit.
Hier seine „Sieben Schritte zur Männlichkeit“: Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 28. April 2008
Ein Bekannter hat mich gefragt, warum ich ausgerechnet dieses langweilige Muskeltraining an den Kraftmaschinen mache, wo es doch viel bessere, abwechslungsreichere und vielseitigere sportliche Betätigungen gibt. Außerdem wollte er wissen ob ich jetzt zu diesen „Body-Buildern“ gehören will. Dabei hatte ich den leisen Verdacht, sein Wissensstand über Body-Building ist irgendwo in den späten Achtzigern (d.v.Jh.) beheimatet und er meint, dass jeder der sich dieser Sportart zuwendet, sich fortan ausschließlich um die Ästhetik und die besten Aufbau-Diäten oder sogar Hormontherapien Gedanken macht. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 30. März 2008
Wer wissen will wie die Erlebnisse eines Menschen und seine aktuellen sozialen Bindungen Einfluss auf das Wohlbefinden und auf die Tätigkeit seiner Gene haben, für den ist das Buch „Das Gedächtnis des Körpers“ von Joachim Bauer zu empfehlen.
Unter anderem erklärt es, warum Menschen die in einer ungestörten Mutter-Kind-Beziehung aufgewachsen sind, im späteren Leben eine größere Stress-Resistenz aufweisen. Außerdem werden die Mechanismen von Schmerzgedächtnis, Trauma, Burnout-Syndrom, Herzinfarktrisiko und Depression angesprochen (lesenswert!).
Verfasst von: hjg Am: 23. Februar 2008
Kommunikation ist schwer. Sie ist schwer, weil verschiedene Menschen durch verschiedene Erlebnisse (und die Erinnerungen daran) geprägt wurden. Unsere Persönlichkeit hat große Auswirkungen auf unser Wort-Verständnis, unsere Begriffs-Definitionen und auch auf unsere Wort-Wahl. Ich glaube sogar, dass umgekehrt unser Sprachstil wesentlichen Einfluss auf unsere Persönlichkeit hat.
Im großen und ganzen verstehen wir uns, vor allem dann, wenn wir Dinge beschreiben die wir sehen und kennen. Sofern wir sie wirklich nur beschreiben und nicht gleichzeitig bewerten, was an sich schon schwer genug ist. Schwieriger wird es bei der Beschreibung eigener Gefühle, Ansichten und Schlussfolgerungen.
Tatsächlich sind wir uns dieser Vorgänge des Verstehens und Übermittelns auch gar nicht immer bewusst und reagieren völlig unreflektiert (will heißen: im Affekt) auf bestimmte Reizworte und Ansichten.
Ganz schwer ist es, wenn verschiedene Generationen, verschiedene Geschlechter, verschiedene Herkunftsorte oder sogar verschiedene Sprachen aufeinander treffen.
Zugegeben, wir sind gar nicht so verschieden wir wir alle von uns glauben; jeder Mensch hat individuelle Ausprägungen, aber nicht in allen Bereichen, sondern in einzelnen Facetten seiner Persönlichkeit. Aber gerade diese Unterschiede, weil sie sich so selten und unerwartet offenbaren und nur dort wo es um unsere Persönlichkeit geht, stiften Verwirrung und führen zu Miss-Verständnissen. Falsche Deutungen führen oft zu Streitigkeiten und können sogar Kriege auslösen – wenn Sie verstehen was ich meine.
Verfasst von: hjg Am: 13. Februar 2008
Heute hielt ich ein gutes Buch von Cornelia Topf in den Händen. Es geht darin ums „Tratschen“, das jederzeitige, unvermeidbare, ungehemmte, lästernde, befreiende, wissensvermittelnde, entstressende, gesundheitsfördernde, produktivitätssteigernde, therapeutische, verbindende Tratschen. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 21. Dezember 2007
Kürzlich fragte mich jemand, ob ich eine Buchempfehlung für die Programmiersprache JavaScript habe. Ich kenne nur zwei gute Bücher zu JavaScript: „Einführung in JavaScript“ von Shelley Powers und „JavaScript das umfassende Referenzwerk“ von David Flanagan, zufällig beide im gleichen Verlag erschienen (O’Reilly). Viele andere Bücher behandeln JavaScript meines Erachtens nur sehr oberflächlich.
Wer noch ausführlichere Informationen zu JavaScript sehen will, der schaue sich diesen Artikel von Douglas Crockford an oder seineVideovorträge.
Verfasst von: hjg Am: 18. Dezember 2007
Christ: Wer ein Christ ist, der glaubt daran, dass Gottes Sohn geboren wurde und feiert das mit einem wirklich heiligen Fest. Meines Wissens ist das der einzige Sinn dieses Festes. Wer nicht mehr so ganz genau weiß wer mit Gottes Sohn gemeint ist, der liest zum Einstieg einfach sein Glaubensbekenntnis durch (http://www.amen-online.de/bekenntnis/glaube/apostolicum.html).
Ich persönlich halte Jesus übrigens für den größen „Revoluzzer“ seit Einführung des Monotheismus und meine das im positiven Sinne.
Bürger: Wer es sich leisten kann, Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 10. Dezember 2007
Für die Einleitung bitte im Eintrag GTD-Analog nachsehen.
Nach einigen Versuchen mit sehr schönen Programmen, von denen ich vor allem das TiddlyWiki besonders erwähnen will (und auch noch für andere Zwecke nutze), bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mir auch gelegentliche Aufzeichnungen am PC helfen können mich zu organisieren, sofern sie einfach zu handhaben sind.
Es ist, wie sollte es anderes sein, eine schlichte und plattformunabhängige Lösung. Es gibt ein Verzeichnis mit mehreren Textdateien, die mit einem einfachen Texteditor bearbeitet werden und zeilenweise Einträge enthalten. Die Dateien werden über ein einfaches Skript in der jeweils neuen Fassung auf den USB-Stick übertragen und bei Bedarf mitgenommen.
Typische Namen für die Dateien lauten: @Besorgungen, @Telefon, @WartenAuf…
Verfasst von: hjg Am: 8. Dezember 2007
Kommt es mir nur so vor oder müssen unsere Filmhelden heute alle Superkräfte haben?
Früher reichte es noch aus, wenn sie gut aussahen und moralische Grundfesten vertraten, also untadelig waren oder sich zumindest dazu läuterten.
Heute ist die Moral nicht so wichtig, das Aussehen aber umso mehr. Vor allem aber müssen sie übermenschlich und übernatürlich sein, superkräftig, hellseherisch, unerschrocken, unbesiegbar, unkaputtbar und wenn es sein muss dann auch unverschämt, unchristlich, unbarmherzig und unfehlbar treffsicher mit jeder Waffe.
Oder irre ich mich, es sind heute gar nicht mehr Übermenschen als früher und ich wähle nur die falschen Programme und achte auf die falsche Reklame?
Verfasst von: hjg Am: 4. Dezember 2007
Durch Vera F. Birkenbihl, die den Begriff „Exformation“ (nach NØRRETRANDERS) erklärte, ist mir aufgefallen wie häufig es verschiedene Begriffsdeutungen gibt die nebeneinander existieren.
Man könnte unter der Birkenbihl‘schen Definition der Exformation sowas wie eine kontextbezogene Dechiffrierung der Botschaft unter Berücksichtigung der dem Empfänger bekannten Metainformationen bezeichnen. War doch ein guter Versuch – oder?
Sie beschreibt damit den ergänzenden Kontext den der Empfänger einer Botschaft der eigentlichen Information hinzufügt, also das was die Information umgibt („Exformation: ist das was zwischen den Zeilen steht„). Das interessante an dieser Deutung ist die Tatsache, dass die eigentliche Botschaft nicht im Informationsmedium zu Stande kommt, sondern im Kopf des Empfängers (Artikel).
Stanislaw Lem hat mit der Exformation die teilweise explosionsartige Vermehrung des Wissens verstanden (Artikel).
Der Künster Bernd Schaudinnus meint damit das was wir als wesentlichen Inhalt der Informationsflut für uns herausfiltern (Blog).
Manche meinen damit vielleicht das Gegenteil von Information oder redundantes Beiwerk.
Ich selbst würde es übrigens als der zusammengefallene Rest einer Formation verstehen, hätte ich nicht schon so viele Werke von Frau Birkenbihl gelesen.
Verfasst von: hjg Am: 4. Dezember 2007
Kein Mensch liest Handbücher mit über 800 Seiten, weil das unnütze Zeitverschwendung ist. Technische Geräte und Computerprogramme für die Endverbraucher sollten sich so gestalten lassen, dass man die wichtigsten Funktionen sofort intuitiv oder nach einer kurzen Einweisung abrufen kann. Alles andere ist meiner Meinung nach unbrauchbar. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 1. Dezember 2007
Kürzlich habe ich wieder eine Ausgabe der Serie „Delta“ auf dem Fernsehkanal „3sat“ gesehen. Dabei ging es um die nachweisbar heilsame Wirkung von Placebos. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 26. November 2007
Wir alle leben in verschiedenen Netzen* aus Beziehungen (Familie, Paarbeziehung, Freundschaft, Beruf). Das Verhalten einzelner Netz-Mitglieder hat Auswirkungen auf das gesamte Gefüge und das (veränderte) Gefüge hat wiederum Auswirkungen auf seine Mitglieder. Die Mitglieder übertragen ihre bekannten Verhaltensmuster auch nach außen, in andere und spätere Beziehungsnetze. Will man die Muster beschreiben und verstehen, so muss man sie im Zusammenhang betrachten. Für das Verständnis sind dann vor allem die sich ergebenden Prozesse und weniger die einzelnen Bestandteile von Interesse. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 20. November 2007
Immer wieder fällt mir auf, dass das Internet den Informationstransport immens beschleunigt hat. Es sind nicht mehr Nachrichten geworden die verbreitet werden und nicht höherwertige Inhalte. Sie kommen einfach nur schneller an.
Nachrichten werden an viel mehr Stellen veröffentlicht und manche von ihnen noch mit Kommentaren von Hobby-Journalisten versehen. Ein Blog wie dieser ist ein gutes Beispiel dafür.
Was aber auch zunimmt ist die Verbreitung von Fehlern und Falschmeldungen. Ob es falsch zitierte Gerichtsurteile und Vertragsbestimmungen sind, politische Propaganda oder ungeprüfte Weiterleitungen von gefälschten Hilferufen und Verschwörungstheorien.
Professionelle Portale verstehen sich als Vervielfältiger der dpa-Meldungen und sinnfreien Klatschkolumnen oder sie erfinden kurzerhand eigene Trends und natürlich Horoskope. Sie geben auch gerne Tipps zur Lebensberatung.
Eigene Recherchen (außer im Internet) finden eher selten statt, Zeit und Geld darf nicht allzu viel investiert werden, für die InternetBürgerInformation.
Oft berichten die professionellen Medien einfach nur über sich selbst, so wie die Internet-Nutzer auch gleichzeitig wieder Beschreiber ihrer Leserschaft sind.
Mit der neuen Verbreitungsvielfalt nimmt auch die Eigenverantwortung der Informationskonsumenten zu. Wisse was Du liest, es könnten einmal Deine eigenen Gedanken geworden sein!
Verfasst von: hjg Am: 20. November 2007
Wieder einmal musste ich einen guten Vortrag hören, der leider schlecht präsentiert wurde.
Verfasst von: hjg Am: 20. November 2007
Mein Versuch einer Beschreibung der Persönlichkeitsentwicklung:
Aus dieser Betrachtung leite ich folgende Überlegungen ab: Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 17. November 2007
Quelle: Zeitschrift „Mein Ich“ Mai 2007
Verfasst von: hjg Am: 11. November 2007
Ich persönlich würde es den Lokführern gönnen, dass sie ein besseres Gehalt bekommen – und nicht nur denen.
Ich habe nach Angaben zur Gehaltshöhe gesucht und auf den Seiten von http://www.logistik-inside.de/ folgendes gefunden: „[...] Das Nettogehalt liegt – abhängig von Steuerklasse und Familienstand – inklusive Zulagen laut Konzernangaben anfangs zwischen 1703 und 1972 Euro monatlich. Nach vier Berufsjahren sind es dann 1792 und 2076 Euro.“
Ich denke, man sollte erwähnen, dass nicht alle Berufstätigen, die belastende Arbeiten verrichten und im Schichtdienst arbeiten, so viel bekommen. Eine interessante Übersicht über die Brutto-Gehälter findet sich hier: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/erfolggeld/special/126/44082/1/index.html
Immer wenn ich mal nicht genau weiß, wieviel Trinkgeld ich meiner Friseurin geben soll, dann denke ich an ihr Brutto-Monatsgehalt von geschätzten 1000,- EUR (bei ausreichender Berufserfahrung).
Verfasst von: hjg Am: 11. November 2007
Eine wirklich traurige Sache. Viele haben dort ihr Leben verloren und viele Überlebende (und deren Angehörige) werden lange Zeit mit den Folgen des Traumas zu kämpfen haben.
Schon wieder lese ich die Frage „Hätte man es verhindern können?“. Ich meine, einen Selbstmord-Attentäter vorher herauszufiltern ist so gut wie unmöglich. Man weiß immer erst hinterher wozu er fähig war. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 10. November 2007
Haben Sie heute schon wohlwollend an Ihren Freund gedacht? Ihm eine Freude gemacht, weil er immer für Sie da ist?
Weil er ihnen zur Seite steht auch wenn es schwierig wird. Weil er sich freut wenn es Ihnen gut geht und er leidet wenn es ihnen schlecht geht. Weil er Ihre Schwächen kennt und akzeptiert, Ihre Stärken kennt und sie ermutigt, sie ohne Vorbehalte liebt, wenn Sie es zulassen.
Vielleicht schauen Sie ihm dafür einfach mit einem freundlichen Lächeln in die Augen, am besten gleich – vor einem Spiegel.
Verfasst von: hjg Am: 10. November 2007
Gestern fragte mich jemand was ich an Frauen am meisten mag. Dafür habe ich tatsächlich eine einfache Antwort:
Am meisten mag ich an Frauen, dass es sie gibt.
Verfasst von: hjg Am: 10. November 2007
Schon oft wurde ich im Vorbeigehen Ohrenzeuge der mehr oder weniger diplomatischen Rechtfertigungs- und Überzeugungstaktiken von Autofahrern, die sich über die himmelschreiende Ungerechtigkeit beschwerten, dass ausgerechnet Ihnen ein Verwarnungsgeld zuteil werden soll, nur weil sie sich nicht an die öffentliche Ordnung halten. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 9. November 2007
Manchmal wird aus dem Grübeln ein Dauerzustand und möglicherweise versteckt sich dahinter eine Depression. Da diese Krankheit viele Menschen betrifft und schon viele Leben gekostet hat muss ich oft darüber nachdenken. Eine Depression kann fast jeden treffen und nicht immer wird sie erkannt und behandelt. Es kommt vor, dass sie im Selbstmord endet.
Die Auslöser für Depressionen sind vielfältig. Sie können bei entsprechender Veranlagung u.U. durch einen Hormonwechsel (Pupertät, Wechseljahre), die Veränderungen der Lebensgewohnheiten (mit dem Rauchen aufhören, sportliche Aktivitäten abrupt beenden) und natürlich durch Schicksaalsschläge ausgelöst werden.
Das fatale ist, dass depressive Menschen sich nicht selbst aufraffen können und auch von außen nur schwer motivierbar sind, um etwas gegen ihre Krankheit zu unternehmen. Sie stecken in ihrem Gefängnis aus trübsinnigen Gedanken fest.
Eine Internet-Seite zum nachlesen: http://www.depressionen-verstehen.de/
Verfasst von: hjg Am: 4. November 2007
Verfasst von: hjg Am: 3. November 2007
Hier meine persönlichen Erfahrungen zu Vorurteilen in Beziehungen:
Ich weiß, zwischenmenschliche Beziehungen sind ein schwieriges Thema. Aber sie bereichern unser Leben ungemein und sind deshalb fast jede Mühe wert.
Verfasst von: hjg Am: 3. November 2007
Männer neigen viel eher zur Untreue als Frauen. Männer haben ein geringeres Einfühlungsvermögen als Frauen und heterosexuelle Männer können keine Wohnung einrichten.
Das sind typische Beispiele für allgemein akzeptierte Vorurteile. Schön daran ist, dass es manchmal exakt zutrifft. Tragisch daran ist, dass es oft überhaupt nicht stimmt. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 3. November 2007
Einmal hatte ich, im Zusammenhang mit der Aufnahme einer größeren Menge Alkohol, eine Gedächtnisstörung. Das ist nichts Neues und bestimmt hat es der ein oder andere auch schon erlebt (nicht nachahmenswert).
Das besondere an dieser Lücke war, dass ich morgens mit Schmerzen in den Knien aufwachte und mich absolut nicht erinnern konnte woher die stammen könnten. Denn – und das ist das bemerkenswerte – ich wusste noch genau und „lückenlos“ wie ich am Abend nach der Sause nach Hause gegangen bin, konnte mich an den Heimweg erinnern und war mir sicher keine Stürze oder ähnliches erlebt zu haben. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 3. November 2007
Neulich hat mich ein Freund gefragt, wie er seine Einsamkeit überwinden könne. Er hoffte von mir einige Tipps zur Freizeitgestaltung und evtl. auch die ein oder andere wirksame „Flirtmasche“ kennen zu lernen (von mir?!).
Vielleicht wollte er auch nur auf sehr subtile Hinweise auf mein „Einsiedlerdasein“ und meine ersten „Verwahrlosungstendenzen“ hinweisen.
Da ich mich aus gegebenem Anlass damit beschäftige konnte ich natürlich die ersten Hinweise geben. Die Hausaufgaben machen wir beide dann aber schön selber: Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 1. November 2007
Durch die modernen Just-In-Time-Produktionen sind viele Lagerräume überflüssig geworden, was allerdings erst durch die perfekt organisierte Logistik möglich wurde. Die Lager befinden sich fahrender Weise auf den Autobahnen.
Ein riesiges virtuelles chaotisches Lager, das zu keinem Moment einen statischen Zustand kennt. Kein Wunder, dass bei soviel Investitionsvorleistung des Staates jetzt auch noch eine „Lagergebühr“ fällig wurde – genauer gesagt ist es ein Wegezoll.
Private Kellerräume und Dachböden wurden mittels Ebay auch schon auf die Straße verlagert. Das hat vielen Menschen Arbeitsplätze in der Zustellerei gesichert und für ein bisschen CO2 fahren wir auch jede Menge Gerümpel herum.
Aber ich will nicht meckern. Neue Produkte erleben auf dem Weg zum Endverbraucher auch lange Transporte und aufwändige Transformationen (z.B. Norsee-Krabben über Marokko). Vielleicht ist da der Weg über das Internet auch wirklich der kürzere. Auf alle Fälle hat diese Form des Absatzes unsere Konsum-Welt stark beeinflusst.
Gegenüber den ersten Versandkatalogen ist das ein echter Evolutions-Sprung. Ein Freund von mir hat auch mit viel Liebe zum technischen Detail einen Web-Shop aufgebaut, über den seine Frau mit großem Erfolg Damenmode absetzt. Erst durch die Gespräche mit den Beiden haben ich einen realistischen Einblick über Technik und Gepflogenheiten eines Versandhandels gewinnen können.
Früher war ich ja wirklich mal der Meinung, dass nur der Hersteller der echte Held ist und danach nur noch die Abkassierer kommen – Asche auf mein Haupt.
Verfasst von: hjg Am: 1. November 2007
Was haben Uma Thurman, Julianne Moore und die von mir so hochverehrte Nicole Kidman gemeinsam? Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 1. November 2007
Ich stand an der Bushaltstelle und sah zufällig auf die andere Seite der vierspurigen Straße. Da stand in einiger Entfernung ein Kleinwagen, der mit Warnblinkanlage die einmündende Straße halbseitig blockierte.
Daneben stand ein Mann, verlegen die Hände in den Taschen, eine Frau mit verschränkten Armen und eine Frau die gestikulierend, mit dem Handy telefonierte. Ich sah den Dreien eine Weile zu und überlegte warum sie wohl dort stehen. Zunächst vermutete ich einen Defekt am Auto. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 1. November 2007
Was ich gestern noch im Radio erfahren hatte, war der Eklat in einer Fernseh-Talk-Show. In der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ zum Thema Ufos verließ Joachim Bublath das Studio, weil er mit Nina Hagen nicht einig werden konnte. Wenn ich das richtig verstanden habe ging es in der Hauptsache um Ninas Erfahrungen mit außerirdischen Lichtwesen. Die haben wohl nicht so richtig in sein Weltbild gepasst. Und nach den Mitschnitten im Radio zu urteilen, war die Frau Hagen dann auch ein wenig trotzig geworden.
Ja, der Bublath, Macher der erfolgreichen „Knoff-Hoff-Show“. Der Frank Elstner der Physik, der mit einer tollen Jazz-Studio-Band einer charmanten Co-Moderatorin, interessanten Versuchsaufbauten und seinen Kommentaren, vermittelt mit dem Charme eines altsprachlichen Oberlehrers, dem Publikum die Ehrfurcht vor der Pysik vermittelte. Mir hat das immer sehr gefallen!
Zugegeben, außerhalb der Musik-Szene stelle ich mir eine Übereinkunft mit Frau Hagen schwer vor. Ihre Auftreten ist schrill, ihre Ansichten sind schräg. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 31. Oktober 2007
Heute habe ich beim Auto fahren Radio gehört. Weil ich sonst nur lesend im Stadtbus mitfahre ist das eine echte Abwechslung. Dabei habe ich im kirchlichen Beitrag „SWR3 Gedanken“ von Dr. Peter Kottlorz (Rottenburg, Katholische Kirche) gelernt, dass das Wort Rast in seiner ursprünglichen Bedeutung ein Wegmaß war. Es beschreibt die Strecke, die man bei einer Wanderung zurücklegen kann bis man eine Pause braucht.
Ich finde das interessant. Überhaupt habe ich schon oft von den Gedanken Geistlicher profitiert. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 30. Oktober 2007
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde.
Ich finde die Idee der CSU richtig, den Eltern die ihre Kleinkinder zu Hause betreuen, einen finanziellen Ausgleich zu zahlen gegenüber den Familien die eine Kindertagesstätte bevorzugen. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 30. Oktober 2007
Das Kind ahmt die Gewohnheiten seiner Eltern nach, um sich allmählich ein eigenes Verhaltens-Repertoire aufzubauen. Der Jugendliche erlernt den Tanzstil seines angesagten Lieblingsstars, weil er an der Musik-Kultur und Fan-Gemeinschaft teilhaben will. Der Erwachsene folgt einem statusträchtigen Mode- und Verhaltensstil, um sich als Mitglied einer Elite zu fühlen?
Die privaten Verschuldungen haben in den letzten Jahren zugenommen und ich mache mir Gedanken über das Warum. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 29. Oktober 2007
Was bezeichnet der Mensch als Heimat?
Dort wo er geboren und aufgewachsen ist?
Dort wo seine Freunde oder seine Familie leben?
Dort wo ihn nostalgische Tagträume hinführen?
Da wo die Natur so ist wie er sie am liebsten hat?
Vor kurzem bin ich umgezogen: neue Wohnung, neue Arbeit und noch keine Freunde im privaten Umfeld. Das ist eine spannende Zeit („Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, H. Hesse), aber sie hat auch einsame Stunden.
Zeiten für einen Blog oder einen schlechten Film im Fernsehen?
Ich fühle hier noch keine Heimat und bin wahrscheinlich auch noch nicht mal richig angekommen.
Nach meiner Theorie ist Heimat ist vor allem ein Gefühl, ein innerer Gleichklang mit dem Umfeld, hervorgerufen durch ein Stück vertraute Umgebung, liebgewonnene Rituale und vor allem den Menschen.
Als meine Nachbarin am Samstagmorgen, vom Balkon zu mir herüber gelächelt hat und mich grüßte, war es das erste Mal, dass ich nicht anonym aus dem Haus gegangen bin. Es gab jemanden der mich zuordnen konnte. In mir keimte das Gefühl auf, dass ich wieder einen Platz finden werde an einem neuen Ort und einer vertrauten Gemeinschaft.
Verfasst von: hjg Am: 29. Oktober 2007
Bleibt abzuwarten ob ich mich auch daran halte.
Verfasst von: hjg Am: 29. Oktober 2007
Manchmal denke ich darüber nach wie alleine ich bin. Ich und mein Mikrokosmos der Milliarden von Bakterien beherbergt. Dazu kommen dann noch etliche Viren, Pilze und Ammöben und ein paar Milben.
Seit millionen Jahren leben sie mit uns (in und auf uns) und prägen unsere Kultur (ja, richtig gelesen). Sie helfen bei der Verdauung und dem Bekämpfen von Eindringlingen, unterstützen unsere Partnerwahl und wahrscheinlich kennen wir längst nicht alle Wirkmechanismen. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 29. Oktober 2007
Wenn ich das nächste Mal wieder ein Gefühl tiefer kosmischer Dankbarkeit empfinde, werde ich auch das Mitochondrium mit einschließen. Erhalten habe ich es von meiner Mutter. Sie vererbte es mir über das Plasma ihrer Eizelle. Sie bekam es von ihrer Mutter, die es wiederum von ihrer Mutter bekam, genau wie die ganzen Generationen davor. Es ist verantwortlich für den Energieumsatz meiner Körperzellen und schon seit Urzeiten in meiner Sippe beheimatet.
Irgendwo innerhalb einer Ursuppe von Organismen entschloss dieses Organell sich zur Symbiose mit einer eukaroytischen Zelle (Ich muss solche Begriffe übrigens auch nachschlagen.). Aus diesem Joint Venture wurde dann ein echtes Erfolgsmodell. Es hat zwar jede noch ihr eigenes Erbgut, aber beide sind hochspezialisiert und können nicht mehr ohne einander leben – wozu auch.
Man geht mittlerweile davon aus, dass ein Transfer der Genome gar nicht so selten ist (z.B. von Bakterien auf Pflanzen oder Tiere).
Auf die Existenz von Mitochondrien stieß ich übrigens in einem Taschenbuch mit dem Titel „Die sieben Töchter Evas“ von Bryan Sykes und Andreas Kamphuis, das ich während einem schönen Osterurlaub in Wyk auf Föhr gelesen habe (nachahmenswert!).
Verfasst von: hjg Am: 29. Oktober 2007
Jazzmusik: Früher konnte ich den schrägen Tönen nichts abgewinnen. Aber mit zunehmendem Alter und musikalischer Hör-Erfahrung scheinen sie mir „stimmiger“ zu werden. Noch bin ich bei einfachen Stücken im Vocal Jazz. Aber bestimmt werde ich bald auf höher konzentrierte Werke aufsteigen.
Ich hoffe nur nicht vorzeitig der Senilität volkstümlicher Ohrwürmer zu erliegen. Ich meine damit natürlich nicht die richtige Volksmusik, wie sie auch heute noch von ernsthaften Musikern gepflegt und weiter entwickelt wird.
Manchmal habe ich jedoch den Eindruck, gerade der jüngeren Generation wird so etwas ähnliches wie volkstümliche Weisen serviert (ggf. wird richtige Musik zerhackt, beschleunigt und rückwärts gespielt).
Der wehrlos pupertierende Mensch wird einmal mehr mit Fast Food abgespeist, garniert mit den angesagtesten Symbolen einer uniformierten und virtuell omnipotenten Jugend-Subkultur – mit dem hehren Ziel der Abzocke.
Verfasst von: hjg Am: 28. Oktober 2007
Es gibt zwei Arten von Motorradfahrern, nämlich gute und schlechte. Und man kann sie auch ganz leicht voneinander unterscheiden. Die schlechten Motorradfahrer sind zwischen den Kurven besonders schnell und die guten zwischen den Geraden.
Die Kunst ist das Vorausschauen, das Finden der richtigen Linie und die ausreichende Schräglage und gerade die bedarf eines besonderen Trainings (am besten unter Anleitung).
Weil der Mensch, genau wie jedes andere Land-Tier sich niemals mehr als etwa 2o Grad gegen die Senkrechte neigt (auch Pferde oder Geparden), um beim Laufen in der Kurve nicht auszurutschen, ist das die als natürlich empfundene innere Grenze. Das Motorrad kann und muss aber tiefer als 40 Grad geneigt werden. Um sich an diese Neigung zu gewöhnen bedarf es der Übung. Eine Übung die man nicht durch schnelles Fahren auf der Gerade bekommt, sondern durch langsames Herantasten auf Übungsplätzen.
Mein Kumpel Lutz sagt: „Es geht immer noch tiefer!“ Und bei mir hat er damit Recht.
Ich habe zwei Empfehlungen zum Thema:
Verfasst von: hjg Am: 28. Oktober 2007
Heute war ich auf der Internet-Seite http://www.welt-in-zahlen.de/
Deutschland hat ein Durchschnittsalter von 42,6 Jahren, China ist 32,7 Jahre alt, Indien 24,9 und Vietnam 25,9 Jahre (dort wurde mein „deutscher“ Rucksack genäht). Vor allem Europa wird älter.
Wenn man älter wird nimmt die Flexibilität ab, Neues wird argwöhniger betrachtet und der Sicherheitsgedanke wird wichtiger. Das gilt, wie ich meine, auch für menschlich geführte Systeme. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 28. Oktober 2007
Die bekannte Methode der Selbstorganisation „Getting Things Done“ (GTD) nach David Allen. Im Internet, insbesondere der Blogger-Szene, findet man jede Menge Infos dazu. Das deutsche Taschenbuch trägt den vielsagenden Titel „Wie ich die Dinge geregelt kriege“. Hier mein Schmalspur-Beitrag zum Thema. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 28. Oktober 2007
Für einen Hund ist das Leben kompliziert und wechselhaft. Er muss wissen wo er steht und immer wieder überprüfen wie die Befindlichkeiten seiner „Großfamilie“ sind. Nur ein gut geführtes Rudel sorgt für Nahrung und Nachkommen. Das weiß er genau! Da er ein echtes Naturtalent für das Erspüren von sozialen Dynamiken und deren Störungen oder Krankheiten ist, hat er das aber gut im Griff.
Woher das Futter kommt und warum aus geruchsneutralen Dosen plötzlich Nahrung sprudelt kann er sich nicht so ganz erklären. Er muss nur befürchten, dass er eines Tages selber diese Dosen aufstöbern oder sogar für ein eigenenes Rudel sorgen muss. Das bleibt ihm aber hoffentlich erspart.
Solange er ein Herrchen oder Frauchen hat (Leittier) auf die man sich als guter Hund verlassen kann und die einem genau sagen was zu tun ist, muss er sich keine Sorgen machen. Er braucht nur nach einem guten Grund suchen, warum er trotzdem unersetzlich ist. Schließlich kann er viel besser hören, riechen und (siehe oben) die Störungen erkennen und wiederspiegeln als alle anderen im Rudel. Das sollte doch schon mal was Wert sein?!
Das Leben der Katze ist nicht minder anstrengend. Auch sie hat sehr feine Antennen und weiß um die Probleme und Ängste der Nahrungsversorgung, Leitkultur und dem Finden eines guten Platzes für den Mittagsschlaf, nur mit einem kleinen Unterschied: Ihr ist es egal. Wenn es hier nicht funktioniert findet sie noch einen besseren Platz, da ist sie sich sicher.
Verfasst von: hjg Am: 28. Oktober 2007
Wenn ich auf die Toilette in einem Restaurant gehe (naja, meistens Schnellrestaurant) und mir ein bestimmtes Pinkelbecken aussuche oder eine Kabine, dann tue ich das nicht zufällig. Ich denke vorher einen Moment nach.
Ich überlege wo ich möglichst ungestört bin und ich will auch nicht dorthin gehen wo alle hingehen. Das kann schwierig sein, weil es sich möglicherweise widerspricht. Einen sauberen Eindruck muss es machen und schnell muss die Lösung gefunden werden. Schließlich bin ich von einem unaufschiebbaren Bedürfnis höherer Ordnung hierher geführt worden. Die Intuition entscheidet.
Frustriert (aber erleichtert) denke ich nachher nochmal nach. Dort wo es angenehm ist und man sich ungestört wähnt gehen alle hin. Warum sollten die anderen auch Dümmer sein als ich? Nur ungestörter und sauberer wird es dadurch natürlich nicht.
Lesen Sie auch meinen Blog-Eintrag Falschgeld, bei dem es eigentlich um die gleiche Problematik geht.
Wer solche und andere Überlegungen von der volkswirtschaftlichen Seite her betrachten will sollte sich mit den Begriffen „Rationalitätenfalle“ und „Konkurrenzparadoxon“ beschäftigen. Vielleicht lesen sie auch mal das Taschenbuch „Der Alltagsökonom“ oder das Buch „Der Sonntagsökonom“?
Verfasst von: hjg Am: 28. Oktober 2007
Heute war ich mal wieder an einer Tankstelle die aus „Sicherheitsgründen“ keine goßen Geldscheine annimmt. „Aus Angst vor Falschgeld“ wie man mir mitteilte und nicht wie ich vermutete, um keine Engpässe beim Wechselgeld zu bekommen.
Auf den ersten Blick erscheint das plausibel. Wenn man eine falsche 200-Euro-Note bekommt, beträgt der finanzielle Schaden immerhin schon 200,- EUR. Von den sonstigen Schwierigkeiten in die man durch den Besitz von Falschgeld kommen kann mal ganz zu schweigen.
Aber 20-Euro-Scheine und 50-er sind viel mehr in Umlauf und Geldfälscher wissen das. Da liegt die Vermutung nahe, dass deutlich mehr kleine Scheine gefälscht werden.
Verfasst von: hjg Am: 28. Oktober 2007
Convenience-Produkte, Fast-Food, Schnell-Restaurant und Fertiggerichte sind die Begriffe die aus dem modernen Wortschatz der westlichen oder amerikanisch geprägten Ess-Kultur nicht mehr wegzudenken sind. Ich kenne die Produkte und Umschlagplätze aus eigener Erfahrung.
Eines stört mich dabei besonders. Ich meine nicht den hohen Anteil an Zucker, Fetten und Haltbarmachern und zwar alle drei in den verschiedensten Ausprägungen und chemischen Variationen. Darüber gäbe es ohne Zweifel viel zu sagen. Außerdem sind, so glaube ich fest, noch viele unbekannte Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien zu entdecken, die unter anderem auf den Stoffwechsel des menschlichen Körpers und des menschlichen Gehirns(!) wirken. Aber das werde ich bestimmt in späteren Artikeln nochmal ansprechen. Nein, mir geht es hier nur um den Geschmack. Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 27. Oktober 2007
Manchmal frage ich mich was eigentlich besser ist: Die bewusste und durchdachte gar wissenschaftliche Denkarbeit oder das spontane unreflektierte Bauchgefühl, das mir sagt was richtig oder falsch ist.
Wie mein Freund Richard immer zu sagen pflegt: „Wer lesen kann ist ganz klar im Vorteil“. Ich habe nämlich genau das Buch gefunden, das mir die fehlenden Puzzle-Teile meiner „Denk-Modell-Beurteilungsbeschäftigung“ liefern konnte. „Blink! Den Rest des Beitrags lesen »
Verfasst von: hjg Am: 27. Oktober 2007
Außerdem hat einer von beiden mir noch vorgemacht wie sich ein Mann verhält und beide zusammen haben mir vorgelebt wie man miteinander umgeht. Ob es in dieser Hinsicht das Beste war das man erleben kann weiß ich nicht – ehrlich gesagt bezweifele ich das sogar.
Das „Erbe“ meiner Eltern, mein Wissen und meine Erfahrungen sind das was meine Person ausmacht.
Es ist mein „Basislager“. Von hier aus werde ich den Rest meines Lebens gestalten.